Apfel ‚Rubinette‘ | Befruchter, Lagerung, Ernte

Rubinette

1966 wurde die Apfelsorte ‚Rubinette‘ in der Schweiz gezüchtet. 1982 kam sie durch die Rafzer Baumschule Hauenstein auf den Markt. Es handelt sich um eine sogenannte Freie Abblüte aus den Elternsorten ‚Golden Delicious‘ und ‚Cox Orange‘, was einem Zufallssämling entspricht. Beliebt ist die Sorte aufgrund des Aromas und der Verwertungsmöglichkeiten.

Steckbrief

Sortenname Rafzubin
Herkunft Schweiz
Typ Herbstapfel
Standortanforderungen sonnig, nährstoffreich, hochwertig, Gartenboden
Wuchs mittelstark, buschig, aufrecht, gute Verzweigung
Wuchsbreite 250 bis 300 cm
Wuchshöhe 350 bis 400 cm
Blütezeit April bis Mai
Frucht klein bis mittelgroß, grüngelb, orangerote Deckfarbe, feinzellig, knackiges Fruchtfleisch, äußerst saftig
Geschmack hervorragende Würze, aromatisch
Ertrag hoch, regelmäßig, setzt recht früh ein
Erntezeit Ende September
Genussreife Mitte Oktober bis Mitte Januar
Lagerfähigkeit gut bis Anfang Februar
Verwendungszwecke Tafelapfel, Lagerapfel
Informationen für Allergiker verträglich

Besonderheiten

Rubinette

‚Rubinette‘ ist eine Apfelsorte, die unter Sortenschutz steht und daher nicht ohne Lizenz kommerziell angebaut werden darf. Für Selbstversorger stellt das nicht wirklich ein Problem dar, solange sie die Früchte nicht zum Verkauf anbieten.

Eines der charakteristischsten Merkmale der ‚Rubinette‘ ist der Geschmack, der eine würzige Variante von ‚Cox Orange‘ darstellt. Aus diesem Grund interessieren sich viele Gärtner und Selbstversorger für die Kultivierung der Sorte. Der Anbau der Varietät gestaltet sich aber recht schwierig, da es sich um ein krankheitsanfälliges Gewächs handelt. Folgend die Krankheiten, auf die der Apfel empfindlich reagiert:

  • Apfelschorf
  • Obstbaumkrebs
  • Mehltau
  • Monilinia

Während die Anfälligkeit für Mehltau nur gering ist, setzt der Apfelschorf der ‚Rubinette‘ stark zu und kann schnell ganze Ernten zunichte machen. Daher ist die Sorte nur wenig für den Hausgarten geeignet, da Pflanzenschutzmittel in vielen Fällen zum Einsatz kommen müssen, um die Vitalität der Bäume zu erhalten. Durch einen geeigneten Standort in einer nicht von Krankheiten betroffenen Lage oder Region verringert sich die Krankheitsanfälligkeit deutlich. Wird beim Pflanzen ein wenig Kompost in die Erde gemischt, gibt es dem Gewächs den notwendigen Energieschub zum Anwachsen.

Ein Vorteil bei der Kultivierung der ‚Rubinette‘ sind die unterstützten Anbauformen:

  • Hochstamm
  • Halbstamm
  • Spalier
  • Spindel
  • Kübelpflanze

Wird der Anbau im Kübel gewählt, bietet sich eine schlanke Form an, zum Beispiel die Spindel. Um die Gefahr auf einen Pilzbefall bei allen Formen zu reduzieren, sollten bestimmte Punkte bei der Pflege beachtet werden. Wichtig ist es, Laub unter den Bäumen zu entfernen, vor allem im Herbst. Das gilt ebenfalls für Früchte, die nicht geerntet wurden und auf den Boden gefallen sind. Der Einsatz von ausgiebigen Schnittmaßnahmen unterstützt die Vitalität der Bäume. So sollten sie jährlich ausgelichtet werden, um die Bildung zu vieler Triebe zu unterbinden. Zudem verringert ein gut ausgelichteter Baum die Gefahr auf eine Pilzinfektion deutlich.

Bei ‚Rafzubin‘ handelt es sich um eine Apfelsorte, deren Erträge nur durch den Einsatz von Befruchtersorten gesichert werden können. Selbst kann sich die Varietät nicht befruchten. Geeignet für diesen Zweck sind: