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Schmackhafte Vogeleier | 6 Alternativen zum Hühnerei

Vogeleier

Grundsätzlich können alle Vogeleier gegessen werden – sofern sie frisch und noch nicht angebrütet sind. Sie haben alle einen vergleichbaren Geschmack und sind ähnlich gesund. Hauptsächlich werden bei uns allerdings Hühnereier verzehrt. Dabei können Eier von diversen anderen Vogelarten durchaus eine tolle Alternative und auch noch verdammt lecker sein.

Allgemeines

Alle Vogeleier sind in ihrer Struktur gleich aufgebaut. Kennzeichnend ist für sie ein sehr reichhaltiger Dotter, ein Umstand, den sie übrigens mit den Eiern von Reptilien gemeinsam haben. Gegessen werden bei uns vor allem und mit einem wirklich sehr großen Abstand Hühnereier. Ein Grund dafür mag sein, dass sich Hühner ausgesprochen leicht halten lassen und dabei relativ genügsam sind. Man könnte auch sagen: Die Eier von Hühnern sind Teil unserer Kultur geworden, was man von den Eiern anderer Vogelarten nicht oder nicht mehr behaupten kann. Allerdings werden seit jeher auch die Eier anderer Vogelarten gegessen. Die wichtigsten Vertreter sind:

  • Enten
  • Gänse
  • Wachteln
  • Tauben
  • Strauße
  • Emus

Die Eier von kleineren Vogelarten oder gar von Singvögeln waren hingegen immer schon weitgehend tabu, obwohl natürlich auch sie essbar wären.

Wachteleier

Wachtel Eier

Nicht nur Gourmets stufen Wachteleier als absolute Delikatesse ein. Ihr großer Nachteil ist allerdings, dass diese Eier ausgesprochen klein sind. Nur etwa 9 Gramm wiegt ein durchschnittliches Wachtelei. Um von einer Eierspeise wirklich satt zu werden, braucht es also relativ viele Eier. Positiv ist hingegen, dass Wachteleier einen niedrigeren Cholesteringehalt als Hühnereier haben. Ebenfalls von Vorteil ist, dass Wachteln im Gegensatz zu Enten und Gänsen das ganze Jahr über legen.

Taubeneier

Dass Taubeneier einmal ein selbstverständlicher Teil unserer Küche waren, ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten. Auch sie sind sehr klein. Genauere Angaben zum Gewicht sind schwierig, da dies weitgehend von der jeweiligen Rasse abhängig ist. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass ein Taubenei etwa halb so groß ist wie ein Hühnerei. Taubeneier gelten als ausgesprochen lecker und gesund. Sie eignen sich allerdings ausschließlich für den Frischverzehr.

Gänseeier

Mit Gänseeiern verhält es sich ganz ähnlich wie mit Enteneiern. Allerdings sind sie im Vergleich zu diesen noch einmal erheblich größer. Ihr Gewicht schwank zwischen 150 und 200 Gramm. Auffallend ist der sehr hohe Fettgehalt ihres Dotters. Wohl auch deswegen gelten Gänseeier als nur mäßig gesund. Dafür werden sie von Gourmets durchaus als lecker eingestuft. Als Alternative zum Hühnerei dürften sie nur bedingt geeignet sein. Für sie gilt im Übrigen, was auch für Enteneier gilt: Sie sollten unbedingt sehr frisch verarbeitet und vorab gründlich gereinigt werden.

Gans Eier

Enteneier

Enteneier sind ganz allgemein größer und schwerer als Hühnereier. Während ein durchschnittliches Hühnerei etwa 57 Gramm auf die Waage bringt, bewegen sich Enteneier in einer Spanne von 60 bis 75 Gramm. Folglich ist auch ihr Dotteranteil größer. Er ist darüber hinaus auch noch dunkler bzw. stärker gefärbt. Der Geschmack von Enteneiern gilt als sehr intensiv und ausgeprägt. Neben der Größe und der etwas dickeren Schale dürfte das der bedeutendste Unterschied zu den Eiern von Hühnern sein. Aufgrund der besonderen Lebensweise von Enten bergen ihre Eier immer die Gefahr mit Salmonellen verseucht zu sein. Um diesem Risiko zu begegnen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Eier immer direkt nach dem Legen einsammeln
  • anschließend gut mit kaltem Wasser und Bürste reinigen
  • unbedingt im Kühlschrank aufbewahren
  • möglichst schnell verarbeiten bzw. verzehren

Hinweis: Enten legen nicht das ganze Jahr über Eier, sondern meistens nur, wenn die Brutzeit bevorsteht. Dies ist im Herbst und im Frühjahr der Fall.

Straußen- und Emueier

Seit einigen Jahren haben auch Strauße und Emus hierzulande Einzug gehalten. Gezüchtet werden sie hauptsächlich ihres Fleisches wegen. Allerdings kann man in den Eiern der Riesenvögel durchaus so etwas wie eine Alternative zum Hühnerei sehen – und zwar eine ausgesprochen große. Ein Straußenei wiegt immerhin zwischen 1,2 und 1,9 Kilogramm. Davon entfallen stolze 1,2 bis 1,3 Liter auf die reine Eiermasse. Bei dieser Menge versteht es sich fast von selbst, dass Straußeneier nicht unbedingt als Frühstückseier geeignet sind. Immerhin aber reicht ein einziges Ei für ein üppiges Omelett. Die Eier von Emus sind etwas kleiner, aber immer noch sehr imposant

Strauss Eier

Hinweis: Straußen- und Emueier sind im Handel sehr teuer und kosten pro Stück zwischen 12 und 15 Euro.

Verarbeitung

Die hier beschriebenen Vogeleier können Sie genauso verarbeiten wie Hühnereier. Was man mit diesen machen kann, kann man auch mit allen anderen Vogeleiern machen. Ratsam ist es allerdings bei so manchem Backrezept auf die richtige Dosierung zu achten. Ist in so einem Rezept angegeben, dass man ein Ei benötigt, dann bezieht sich das immer auf ein durchschnittliches Hühnerei. Nutzt man zum Backen aber beispielsweise Enten- oder Gänseeier, die ganz leicht mehr als doppelt so groß sein kann, kann die ganze Rezeptur aus den Fugen geraten. Bei der Verarbeitung sollte stets auch berücksichtigt werden, dass die Eier vorab unbedingt dauerhaft gekühlt werden müssen. Bei den angeführten Vogeleiern kommt es extrem auf die Hygiene an.