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Hühnerküken: Grundlagen der Kükenaufzucht | Entwicklung

Kükenaufzucht

Wer Hühner selbst aufzieht, braucht nicht alle paar Jahre neue Jungtiere kaufen und weiß zudem genau, wie es um das Lege- und Brutverhalten der eigenen Tiere bestellt ist. Mit einer klugen Auswahl der Elterntiere sowie der optimalen Kükenaufzucht schaffen Sie sich einen gesunden und vitalen Bestand. Lesen Sie konkret, was Sie bei der erfolgreichen Kükenaufzucht beachten sollten.

Auswahl der Elterntiere

Ganz gleich ob Naturbrut oder Kunstbrut: Für die eigene Hühnerzucht brauchen Sie entweder mindestens einen Zuchtstamm, bestehend aus einem Hahn und vier bis fünf Hennen, oder Bruteier bzw. Eintagsküken. Diese wiederum können Sie beim Züchter erwerben und sie dort entweder persönlich abholen oder mit der Post schicken lassen. Damit es mit der Zucht klappt und Ihre Hühner später die gewünschten Eigenschaften besitzen, sollten die Elterntiere sorgfältig ausgewählt werden. Achten Sie dabei vor allem auf:

  • Gesundheit
  • Robustheit
  • Verhaltensweisen (z. B. erhöhte Aggressivität beim Hahn)
  • ein gutes Legeverhalten der Henne
  • eventuell Brut- und Gluckentrieb der Henne

Für die Zucht von guten Legehennen sollten Sie für die Befruchtung einen Hahn auswählen, dessen Mutter zuverlässig viele Eier legt/gelegt hat. Bei Hühnern vererbt sich diese Eigenschaft ebenfalls über den Hahn, weshalb der Sohn einer Henne mit schlechter Legeleistung immer gleichartige Nachkommen zeugen wird. Tiere, die unerwünschte Eigenschaften bzw. ein aggressives Verhalten an den Tag legen, sind generell von der Zucht auszuschließen.

Naturbrut – Vorteile und Nachteile

Bei der Naturbrut zieht eine zuverlässige Glucke die Hühnerküken groß, wobei diese die Jungtiere nicht zwangsläufig auch selbst ausgebrütet haben muss. Manchen Hühnerrassen mit stark ausgeprägtem Brut- und Gluckenverhalten können Sie auch Bruteier oder Eintagsküken einer anderen Rasse unterlegen und die Glucke wird diese wie ihre eigenen annehmen. Empfehlenswert ist diese Ammenhaltung bei Hühnerrassen, denen der Bruttrieb durch Zuchtauslese praktisch nicht mehr vorhanden ist – in der Regel trifft das die guten Legerassen. Hennen, die viele Eier legen, brüten meist schlecht und glucken selten oder nie – und umgekehrt.

Hühnerküken

Natürlich können Sie diese Tiere auch künstlich aufziehen, allerdings hat die natürliche Form der Aufzucht einige handfeste Vorteile. Der wichtigste davon ist ganz schlicht, dass die Glucke Ihnen als Züchter sehr viel Arbeit und Aufwand abnimmt. Schließlich müssen Sie ohne Muttertier deren Aufgabe selbst übernehmen und peinlich genau auf Aufgaben wie ausreichend Wärme sowie Fütterung achten.

Welche Hühnerrassen sind zuverlässige Glucken?

Nicht alle Hühnerrassen eignen sich für eine natürliche Kükenaufzucht, da bei vielen das natürliche Brut- und Gluckenverhalten nur noch gering oder auch gar nicht mehr vorhanden ist. Sehr gute Brüterinnen und zuverlässige Muttertiere bringen vor allem diese Rassen hervor:

  • Australorps
  • Cochin und Zwerg-Cochin
  • Deutsche Langschan
  • Dorking
  • Holländische Zwerghühner
  • Orpington und Zwerg-Orpington
  • Seidenhühner

Tipp: Auch viele Kampfhuhnrassen wie etwa die Altenglischen Kämpfer, Asil, Shamo oder die Modernen Englischen Zwerg-Kämpfer entwickeln exzellente Mutterqualitäten.

Was Sie bei der Kükenaufzucht durch Glucken beachten sollten

Brütende ebenso wie gluckende Hennen brauchen vor allem eins: viel Ruhe. Am besten bieten Sie einer solchen Henne einen eigenen Stall bzw. eine separierte Ecke im Hühnerstall an, wo sie ohne Störungen ihre Küken ausbrüten und sich bei Bedarf mit den Kleinen zurückziehen kann. Achten Sie verstärkt auf eine einwandfreie Hygiene im Gluckenstall, damit sich die Hühnerküken nicht mit irgendwelchen Parasiten oder Krankheitserregern anstecken.

Gluckenaufzucht

Viele Hinweise, wie beispielsweise für Futter und Fütterung sowie für die Gestaltung und die Einstreu des Stalles, können Sie dabei den Ausführungen im Abschnitt „Kunstbrut“ entnehmen, da diese hier ebenso gelten. Allerdings gibt es einen großen Unterschied: Sie als Züchter haben bei der Gluckenhaltung nicht viel zu tun, da die Mutter die Pflege und Anleitung der Jungtiere übernimmt. Sie selbst schaffen nur die passenden Rahmenbedingungen, damit die Kleinen gesund groß werden.

Tipp: Hühnerküken müssen Sie nicht von der Mutter trennen, das übernimmt die Glucke nach etwa acht Wochen von ganz allein. Sie geht wieder ihrer eigenen Wege, sobald die Kleinen ein Gefieder entwickelt haben und größtenteils selbstständig sind.

Kunstbrut – Vorteile und Nachteile

Eine künstliche Kükenaufzucht ganz ohne Glucke ist in vielen Fällen alternativlos, etwa, wenn Sie eine Hühnerrasse mit wenig ausgeprägtem Bruttrieb halten. Als Selbstversorger geben Sie höchstwahrscheinlich einer Rasse den Vorzug, die bei einem guten Fleischansatz zugleich viele Eier legt. Hühnerrassen mit einer jährlichen Eierproduktion zwischen 180 und 220 Stück sind zwar gar nicht so selten, allerdings schwierig in der Nachzucht. Insbesondere, wenn Sie nicht nur ein paar, sondern viele Küken aufziehen wollen, kommen Sie um eine Kunstbrut und anschließend gluckenlose Haltung nicht herum. Hierbei gibt es viele Fallstricke, die zum Verlust von Bruteiern und/oder Küken führen. Etwa, wenn Sie die notwendige Wärme nicht zuführen, die Küken nicht oder das falsche Futter fressen und vieles mehr. Das lässt sich jedoch durch eine gute Vorbereitung und das notwendige Fachwissen verhindern.

Tipp: Wenn Sie bislang noch keine Hühner auf dem Hof laufen haben, kaufen Sie sich anstatt von Bruteiern oder Eintagsküken erst einmal mindestens einen Stamm erwachsener Jungtiere. Erst danach sollten Sie sich selbst an die Kükenaufzucht machen, denn ohne ältere Vorbilder werden Ihre Küken kein adäquates Hühnerverhalten wie beispielsweise die Futtersuche erlernen. Diese Tiere wissen nicht, was fressbar ist und müssen in einem erheblichen Umfang zugefüttert werden.

Hühnerrassen mit wenig oder nicht vorhandenem Bruttrieb

Die folgenden Hühnerrassen gehören die den beliebtesten Zweitnutzungs- und Legerassen, brüten aber selbst nur selten oder nie. Eine Kunstbrut mit anschließender gluckenloser Kükenaufzucht ist also unbedingt notwendig bei:

Amrock Huhn

  • Amrocks
  • Barnevelder und Zwerg-Barnevelder
  • Bielefelder Kennhühner
  • Brakel und Zwerg-Brakel
  • Breda
  • Crève-Coeur
  • Hamburger und Zwerg-Hamburger
  • Italiener und Zwerg-Italiener
  • Kraienköppe und Zwerg-Kraienköppe
  • Leghorn
  • Niederrheiner und Zwerg-Niederrheiner
  • Plymouth Rocks und Zwergform
  • Sulmtaler
  • Sundheimer
  • Westfälische Totleger

Die jeweiligen Zwergformen legen in manchen Fällen ein (geringfügig) ausgeprägtes Brutverhalten an den Tag, legen aber in der Regel auch weniger Eier. Bei vielen Legerassen ist zudem eine ausgeprägte Brut- und Gluckenneigung ein unerwünschtes Verhalten, was durch Zucht ausgemerzt wurde und auch noch wird.

Bruteier auswählen und korrekt lagern

Zunächst einmal: Ohne Hahn gibt es keine befruchteten Eier und somit auch keine Hühnerküken. Schon allein deshalb sollten Sie also mindestens einen Hahn auf Ihrem Hühnerhof laufen haben. Für die künstliche Brut sammeln Sie im Frühjahr geeignete Bruteier, die Sie möglichst nicht länger als 15 Tage bei etwa acht bis zehn Grad Celsius aufbewahren. Eine längere Lagerung ist zwar möglich, allerdings lässt mit der Zeit die Schlupfrate erheblich nach. Bewahren Sie die Eier in einem Eierkarton auf der spitzen Seite oder auf der Seite auf und wenden Sie sie mindestens zwei Mal am Tag. Dies verhindert ein Verkleben des Ei-Inneren an der Schale.

Hühnerei

Kriterien für geeignete Bruteier:

  • Erreichen der für die jeweilige Rasse angegebenen Mindestgröße
  • keine Schäden in der Eischale (mit Schierlampe nach Rissen u. ä. suchen)
  • Eier nicht ungewöhnlich verformt
  • keine starken Verschmutzungen
  • keine Kalkringe

Außerdem sollten Sie zum Bebrüten ausgewählte Eier niemals abwaschen – auch nicht nur mit einem feuchten Tuch abwischen. Dies lässt die schützende Kalkschicht durchlässig werden, so dass Krankheitskeime leichter eindringen können und die Regulation von Feuchtigkeit und Temperatur während des Brütens kaum noch möglich ist.

Tipp: Sammeln Sie Bruteier möglichst erst ab März, denn im Spätwinter sind aufgrund hormoneller Schwankungen beim Hahn deutlich weniger Eier befruchtet. Ausnahme sind sehr große und schwere Rassen wie beispielsweise Brahma oder Jersey Giant, die durch Kunstlicht und ähnliche Tricks deutlich früher in Brutstimmung gebracht werden müssen.

Das brauchen Hühnerküken bei einer künstlichen Aufzucht

Sind die Bruteier gesammelt, werden Sie anschließend in einem Brutapparat (Inkubator) ausgebrütet, in dem die Hühnerküken nach etwa 21 Tagen schlüpfen. Während des Brütens sollten Sie die Eier jeweils nach sieben sowie nach 18 Tagen mit einer geeigneten Lampe schieren, um unbefruchtete Eier sowie solche, bei denen das Küken im Ei abgestorben ist, rechtzeitig auszusortieren. Sind die Küken geschlüpft, pflegen Sie sie als „Hühnermutter“ weiter wie im Folgenden beschrieben.

Kükengehege und Standort

Frisch geschlüpfte Küken dürfen nicht gleich mit im Hühnerstall herumlaufen, sondern brauchen ein spezielles Kükenheim. Hierfür können Sie im Handel entsprechende Modelle erwerben, aber auch selbst eine geeignete Kiste aus Holz oder Pappe basteln. Wichtig ist, dass die hohen Wände des Geheges Zugluft abhalten und Sie es zudem so aufstellen, dass die Küken trotzdem ausreichend Tageslicht erhalten. Mäuse und andere Schädlinge dürfen nicht eindringen, weshalb für einen entsprechenden Schutz (z. B. durch engmaschige Gitter) zu sorgen ist. Bezüglich der Größe des Kükenheims gilt die Regel, dass pro Quadratmeter maximal 15 Hühnerküken großer Rassen bzw. 20 Küken von Zwergrassen gehalten werden dürfen.

Kükenaufzucht

Wärmequelle

Anders als bei einer Naturbrut müssen Sie bei der Kunstbrut für eine geeignete Wärmequelle sorgen, die die Kleinen warm hält und möglichst kein Licht abstrahlt. Häufig verwendet werden Infrarotlampen mit einer Leistung von 150 oder 250 Watt oder, besser noch, keramische Dunkelstrahler. Hängen Sie die Lampe so ins Gehege, dass Sie ihre Höhe bei Bedarf regulieren können. Je nach Leistung hängen Sie sie zunächst zwischen 30 und 50 Zentimeter über dem Gehegeboden auf.

Optimale Umgebungstemperatur für Hühnerküken

Frisch geschlüpft brauchen Hühnerküken eine Stalltemperatur zwischen 34 bis 36 °C, auf die Sie das Kükenheim möglichst schon 24 Stunden vor dem Schlupf vorheizen. Anschließend reduzieren Sie die Temperatur jede Woche um zwei Grad, bis die Jungtiere im Alter von etwa acht Wochen keine Wärmelampe mehr benötigen. Achten Sie auf das Verhalten der Küken, das Ihnen die optimale Gehegetemperatur genau anzeigt:

  • drängen sich dicht unter der Lampe: Temperatur zu kühl, Lampe tiefer hängen
  • liegen außerhalb oder im äußeren Bereich der Lampe: Temperatur zu warm, Lampe höher hängen
  • befinden sich nur auf einer Seite der Lampe: Zugluft, Quelle beseitigen

Nur, wenn sich die Küken gleichmäßig unter der Lampe verteilen, ist die Temperatur richtig eingestellt und die Tiere fühlen sich wohl.

Einstreu

Legen Sie das Kükenheim mit staubfreier Einstreu wie etwa Hobelspänen, Sand, Heu oder Strohhäckseln aus. Kombinieren Sie möglichst verschiedene Materialien, damit die Hühnerküken zum Scharren und Picken angeregt werden und sich nicht langweilen. Staubende Einstreu wie Torf oder Sägemehl ist hingegen nicht geeignet, da diese zu Atemwegsproblemen führen kann.

Futter und Wasser

Als Futter reichen Sie in den ersten Tagen spezielles Kükenmehl, welches mit der Zeit immer grobkörniger wird. Später füttern Sie Kükengranulat oder -körner und erst ab einem Alter von acht Wochen normales Hühnerfutter, welches auch für erwachsene Tiere geeignet ist. Unverzichtbar ist zudem eine Schale mit Sand und fein zerstoßenem Muschelgrit, welches die Tiere zur Verdauung benötigen. Des Weiteren wird täglich frisches Wasser gereicht.

Hühnerküken

Tipp: Aus hartgekochten Eiern, zarten Haferflocken und fein zerkleinerten jungen Brennnesseln können Sie selbst ein geeignetes Starterfutter mischen, welches nach vier Wochen nach und nach mit Bruchmais und (zerkleinerten) Körnerfutter angereichert wird.

Fütterung

Auch Küken müssen das Fressen erst lernen, von allein gehen sie nicht an die Futter- und Wasserbehälter. Sie können sich jedoch mit diesem Trick behelfen: Streuen Sie ein wenig Futter auf eine weiße bzw. helle Unterlage, beispielsweise den Deckel einer Butterschachtel o. ä., und beobachten Sie die Tiere: Höchstwahrscheinlich werden die Kleinen von den gut sichtbaren, dunklen Krumen auf der hellen Fläche angelockt und zum Picken verleitet, da dieses Verhalten angeboren ist. Haben sie erst einmal mitbekommen, wo es etwas zu fressen gibt, finden die Küken den Weg schließlich von allein. Wollen sie dagegen nicht trinken, nehmen Sie einige Küken in die Hand und tunken ihren Schnabel vorsichtig in das Trinkgefäß. Die anderen Tiere lernen die Wasseraufnahme schließlich durch Nachahmen.

Hygiene

In der Kükenaufzucht unverzichtbar ist ein Höchstmaß an Hygiene, um Krankheiten und damit Todesfälle fernzuhalten. Reinigen Sie Futter- und Wassergefäße täglich und entfernen Sie jeden Abend vorhandene Futterreste. Auch die Einstreu sollte möglichst täglich gewechselt werden, was vor allem bei Feuchtigkeit von großer Wichtigkeit ist.

Geschlechtsbestimmung

Junge Hähne und Hennen sicher voneinander zu unterscheiden, ist eine verzwickte Angelegenheit. Profis – also Menschen, die tagtäglich nichts anderes tun als am Fließband das Geschlecht eines Hühnerkükens zu bestimmen – erkennen den winzigen Unterschied an der Kloake des Tieres. Für Laien ist diese Methode allerdings nicht geeignet, da schwierig zu unterscheiden. Selbst bei professionellen Geschlechtsbestimmung beträgt die Trefferquote etwa 90 Prozent. Der Hobby-Hühnerhalter muss – je nach Rasse der Hühnerherde – mehrere Wochen bis Monate bis zu einer genauen Einteilung warten. Bei manchen Rassen, etwa Seidenhühnern, merken Sie sogar erst ob Hahn oder Henne, wenn das Tier plötzlich zu krähen beginnt.

Hühnerküken

Es gibt jedoch einige Anhaltspunkte, die Ihnen einen Hinweis geben:

  • Gefiederfarbe: Manche Rassen weisen einen Geschlechtsdimorphismus auf, d. h. die Hühnerküken sind schon frühzeitig verschieden gefärbt und können so auseinander gehalten werden. Beispiel: Bielefelder Kennhuhn
  • Gefiederentwicklung: Bei Hennen entwickelt sich das Federkleid oft schneller als bei Hähnen. Früh befiederte Tiere sind also häufig Hennen.
  • Kamm: Hähne entwickeln in vielen Fällen schon nach wenigen Tagen bis Wochen einen Kamm, der sich bei einigen Rassen zunächst als eine Art spitze „Haube“ mit Kammknospe zeigt. Zudem färben sich Kamm und Kehllappen bei vielen Hähnen bis zum Alter von acht Wochen rot, während diese Merkmale bei den Hennen zunächst noch blass bis gelb bleiben.
  • Größe: Hähne sind meist schon im Kükenalter größer als Hennen, was jedoch nur bei Tieren derselben Rasse als geschlechtsbestimmendes Merkmal angewendet werden kann. Kreuzungstiere entwickeln sich, je nachdem, welche Genetik durchschlägt, sehr unterschiedlich.

Geschlechtsreife und Trennung nach Geschlechtern

Auch im Hinblick auf die Geschlechtsreife entwickeln sich die verschiedenen Hühnerrassen sehr unterschiedlich. Die Hennen mancher frühreifer Rassen legen bereits im Alter von bis zu 20 Wochen Eier (z. B. Bresse-Huhn, viele Zwergrassen sowie Hybriden), andere benötigen zwischen neun und elf Monate bis zur Legereife. Dies betrifft vor allem die großen und schweren Rassen wie beispielsweise Brahmas. In der Regel sind die Hennen um etwa zwei bis drei Wochen früher geschlechtsreif als die Hähne, die bei der Kükenaufzucht auch erst zu diesem Zeitpunkt getrennt werden müssen. Ob eine Trennung der Hähne untereinander notwendig ist oder nicht, hängt ebenfalls von der Rasse ab: Manche besitzen ein sehr friedliches und ruhiges Temperament (beispielsweise Seidenhühner), andere sind deutlich aggressiver, sodass eine frühere Trennung notwendig ist. Sobald die jungen Hähnchen aufeinander losgehen und der Frieden im Stall gestört wird, ist es höchste Zeit dafür.

Tipp: Die Integration von Hühnerküken in eine bestehende Herde ist bei der Naturbrut am einfachsten, da die Jungtiere zusammen mit der Henne hier bereits frühzeitig mitlaufen. Bei einer künstlichen Kükenaufzucht integrieren Sie die Jungtiere langsam, sobald diese ihr Gefieder vollständig entwickelt haben.