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Apfel ‚Topaz‘ | Geschmack, Erntezeit, Lagerung

Topaz

‚Topaz‘ ist eine bekannte Apfelsorte, die vom Institute of Experimental Botany CAS in der tschechischen Hauptstadt Prag gezüchtet wurde. Entstanden ist die Varietät aus ‚Rubin‘ und ‚Vanda‘ im Jahr 1984 und kurze Zeit später wurde sie auf dem Markt veröffentlicht. Eine hohe Resistenz gegen Schorf macht sie attraktiv für Selbstversorger.

Steckbrief

SynonymTopas
HerkunftTschechien
TypWinterapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, frisch, Gartenboden, durchlässig, nährstoffreich
Wuchsschwach bis mittelstark, gute Verzweigung, aufrecht, breite Krone
Wuchsbreite200 bis 300 cm
Wuchshöhe300 bis 400 cm
BlütezeitMai
Fruchtmittelgroß, grüngelb, rot marmoriert, mittelfestes Fruchtfleisch, saftig
Geschmacksüß, hervorragende Säure, aromatisch
Ertraghoch, regelmäßig
ErntezeitEnde September bis Mitte Oktober
GenussreifeAnfang November bis Anfang März
Lagerfähigkeithervorragend bis Anfang März
VerwendungszweckeLagerapfel, Tafelapfel
Informationen für Allergikerunverträglich

Besonderheiten

Topaz

Erhältlich ist neben ‚Topaz‘ die Variante ‚Red Topaz‘. Bei dieser handelt es sich um die gleiche Sorte. Alle Eigenschaften bis auf die Färbung sind identisch und es werden keine unterschiedlichen Pflegemaßnahmen benötigt.

‚Topaz‘ wird gerne in Hausgärten kultiviert, da es sich um eine schorfresistente Sorte handelt. Die natürliche Resistenz gegen diese Krankheit erlaubt den Anbau ohne den extensiven Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Die Kultivierung in Regionen mit einer hohen Anfälligkeit für Schorf ist möglich. Anfällig ist die Sorte deutlich stärker für andere Krankheiten und Schädlinge, die in einer Vielzahl von Regionen vorkommen:

  • Mehltau
  • Feuerbrand
  • Mehlige Apfelblattlaus (Dysaphis plantaginea)

Zur Vorbeugung ist ein geeigneter Standort essentiell, da dieser die Gesundheit der Bäume erhält. Über einen jährlichen Pflegeschnitt im Frühling freuen sich die Gewächse und werden vitaler, was sich positiv auf die allgemeine Krankheitsresistenz auswirkt. Das Auslichten der Kronen ist empfehlenswert, um die Gefahr auf Mehltau zu reduzieren. Da sich die Bäume gut verzweigen, ist die Mehltaugefahr bei dichten Kronen deutlich höher. Je luftiger die Krone, desto besser geht es der Sorte.

‚Topaz‘ darf nicht zu lange gelagert werden, da sonst ein großer Teil der Ernte verloren gehen kann. Grund dafür ist die Gloeosporium-Fäule, die durch drei verschiedene Pilzarten entstehen kann. Es bilden sich dunkle Flecken, die stark faulen und Sporenlager bilden. Die Früchte sind nach dem Befall ungenießbar und müssen entsorgt werden.

Befruchtung

Die Kultivierung von ‚Topaz‘ erfordert den Einsatz von Befruchtersorten. Mit diesen wird der jährlich hohe Ertrag stabilisiert, was zu einer reichen Ernte führt. Eingesetzt werden können die folgenden Sorten:

  • Resi
  • Nela
  • Reglindis
  • Rosana
  • Retina
  • Teser
  • Florina
  • Rewena
  • Rubinola
  • Alkmene
  • James Grieve
  • Priam

Neben den genannten Varietäten ist es möglich, Zieräpfel als Befruchter zu verwenden. Bei diesen muss es sich um schorfresistente Arten wie ‚Butterball‘, ‚Evereste‘ oder ‚Red Sentinel‘. Als Befruchter selbst kommt ‚Topaz‘ bei diesen Sorten zum Einsatz:

  • Melodie
  • Priam
  • Saturn
  • Nela