Selbstversorger.de

Zwerghühner halten im kleinen Garten: Grundlagen der Haltung von A-Z

Kükenaufzucht

Täglich frische und vor allem gesunde Eier von glücklichen Hühnern – davon träumen viele Menschen. Schnell kommt da der Gedanke an Hühnerhaltung im Garten auf. Empfehlenswert für kleinere Gärten sind Zwerghühner. Sie benötigen weniger Platz und sind unkompliziert. Und selbstverständlich macht es auch jede Menge Spaß, sie im Garten zu beobachten.

Arten

Zwerghühner sind klassische Hühnervögel. Sie unterscheiden sich vom typischen Legehuhn durch ihre Größe. Wie es der Name schon andeutet, sind sie kleiner als diese. Das und der damit verbundene geringere Platzbedarf haben zwischenzeitlich weltweit dazu geführt, dass sie weiter verbreitet sind als die klassischen großen Hühner. Mehr noch: Sie gelten als eine der beliebtesten Haustierarten überhaupt. Kein Wunder also, dass auch Selbstversorger vornehmlich Zwerghühner halten. Für welche Rasse man sich dabei konkret entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Mittlerweile gibt es eine schier unüberschaubare Zahl an Züchtungen. Dabei muss grundsätzlich zwischen den ursprünglichen Zwerghühnern, also den Urzwergen, und denen unterschieden werden, die aus einer Großrasse durch gezielte Züchtung verzwergt wurden.

Zwerghuhn Seidenhuhn

  • Urzwerge: Antwerpener Bartzwerge, Bantams, Deutsches Zwerghuhnn, Federfüßiges Zwerghuhn, Ruhlaer Zwerghhuhn, Sebrights, Seramas und Watermaal’sche Bartzwerge
  • Zwergzüchtungen: Altenglische Zwergkämpfer, Bielefelder Zwerg-Kennhuhn und das Frankfurter Zwerghuhn

Ob man sich nun für Urzwerge oder Zwergzüchtungen entscheidet, bleibt jedem selbst überlassen. Letztlich kommt es immer auf die konkrete Rasse und insbesondere ihre Legeleistung an. Ganz allgemein lässt sich sagen, dass die natürlichen Zwerge optisch häufig reizvoller sind. Wie auch immer man sich entscheidet: Bevor es ans Zwerghühner halten geht, müssen sie erst einmal angeschafft werden. Das erfolgt am besten auf einer Geflügelschau oder einem Geflügelmarkt, die regelmäßig deutschlandweit stattfinden. Hier können Sie auch sehr hilfreiche Kontakte zu anderen Hühnerhaltern und Züchtern knüpfen. Außerdem lässt sich auf diesen Veranstaltungen häufig auch Futter und Zubehör günstig erwerben.

Behörden

Hühnerhaltung ist in Deutschland anzeigepflichtig – auch wenn von einem Selbstversorger nur einzelne Tiere für nicht kommerzielle Zwecke im Garten gehalten werden. Die dafür zuständige Behörde ist das Veterinäramt der Stadt oder des Kreises. Ihr muss schon das erste Huhn, das man zu halten plant, gemeldet werden. Das kann formlos erfolgen. Dabei ist allerdings zwingend anzugeben, wie viele Hühner man im Jahresdurchschnitt halten möchte und ob diese im Freien oder ausschließlich in einem Stall gehalten werden. Eine Genehmigung für die Hühnerhaltung ist hingegen nicht erforderlich. Jedes Jahr ist eine neue Meldung an das Veterinäramt über den Bestand abzugeben. Außerdem müssen die Tiere bei der Tierseuchenkasse des Bundeslandes, in dem man lebt, angemeldet werden. Dabei wird ein Jahresbeitrag fällig, der für Selbstversorger mit nur wenigen Tieren bei rund zehn Euro liegt. Die Hühner sind dafür aber auch versichert. Sollten sie wegen einer Seuche getötet werden müssen, bekommt der Halter finanziellen Ersatz.

Eier

Selbstversorger werden Zwerghühner in erster Linie wegen ihrer Eier halten. Die Fleischgewinnung spielt dabei so gut wie keine Rolle. Die Eier unterscheiden sich von denen der größeren Rassen nur durch ihre Größe. Anders ausgedrückt: Die Eier der Zwerghühner sind naturgemäß etwas kleiner. Insbesondere im Geschmack und im Nährstoffgehalt gibt es hingegen keine Unterschiede. Ein zentraler Begriff in der Hühnerhaltung ist die sogenannte Legeleistung. Damit ist die Anzahl der Eier pro Tier und Jahr gemeint. Die Legeleistung ist keine feste Größe. Sie hängt vielmehr von einer Reihe von Faktoren ab. Diese sind:

Eier Hüher

  • Hühnerrasse
  • Haltungsbedingungen
  • Gesundheit der Hühner
  • Alter der Hühner

Zwerghühner werden erst mit einem Alter von rund 22 Wochen legereif. Vorher legen sie keine Eier. Und auch aber der 22. Woche ist die Eiablage noch unregelmäßig. Außerdem sind die Eier in der Anfangszeit noch etwas kleiner. Das ändert sich aber relativ schnell. Das Eierlegen erfolgt bei den Zwerghühnern im Rhythmus der Jahreszeiten. Ausschlaggebend dabei ist die Tageslichtdauer. Im Winter stellen sie daher das Eierlegen komplett ein. Erst wenn im zeitigen Frühling die Tage wieder deutlich länger werden, beginnt die Eierproduktion von Neuem. Die Produktion eines Eis im Körper der Henne dauert immer etwas mehr als 24 Stunden. Das bedeutet, dass es hin und wieder Tage geben wird, an denen das Tier kein Ei legt. Die viel zitierte Regel, dass ein Huhn pro Tag genau ein Ei legt, stimmt also nicht zu einhundert Prozent.

Tipp: Die Legeleistung ist im Übrigen in den ersten beiden Lebensjahren am größten. Danach nimmt sie mit zunehmendem Alter steig ab. Es empfiehlt sich daher dringend auf eine gut durchmischte Altersstruktur zu achten.

Feinde

Zwerghühner haben natürliche Feinde, denen sie auch bei der Weidehaltung im Garten zum Opfer fallen können. Man unterscheidet dabei zwischen Feinden, die aus der Luft attackieren, und solchen, die am Boden angreifen. Zur größten Bedrohung für die Hühner werden bei der Haltung im Garten in der Regel Fuchs, Wiesel und Marder. Da diese Räuber allerdings dämmerungs- bzw. nachtaktiv sind, kann man der Gefahr leicht vorbeugen, indem die Hühner während der Nachtstunden in einen sicheren Stall verfrachtet werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass schon die Dämmerung potenziell gefährlich ist. Gerade im Spätherbst und im Winter müssen die Zwerghühner deshalb zeitig ins sichere Stallgebäude. Sie sollten morgens auch erst wieder ins Freie gelassen werden, wenn es bereits hell ist.

Die Räuber aus der Luft greifen hingegen auch tagsüber an. Um die Hühner vor den Attacken insbesondere von Habicht und Sperber zu schützen, empfiehlt sich das Aufstellen einer Vogelscheuche mit möglichst vielen beweglichen Elementen. Die Vogelscheuche sollte zudem regelmäßig versetzt werden, damit kein Gewöhnungseffekt bei den Greifvögeln entstehen kann.

Fleisch

Es macht praktisch keinen Sinn, wenn Sie Zwerghühner halten wollen, um Fleisch zu gewinnen, . Zum einen mangelt es ihnen deutlich an Masse. Zum anderen legen sie am meisten Eier während der ersten beiden Lebensjahre. Ein Huhn aber, das älter als zwei Jahre ist, liefert nur noch Fleisch von minderwertiger Qualität. Wenn überhaupt eignet es sich lediglich noch als sprichwörtliches Suppenhuhn. Es muss zudem geschlachtet und gerupft werden. Die Schlachtung erfolgt mehreren Schritten:

  • durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf mit einem Schlagholz wird das Tier zunächst betäubt.
  • dann wir ihm mit einer Axt oder einem Küchenbeil der Kopf abgeschlagen.
  • anschließend lässt man das Huhn ausbluten, indem man es an den Füßen frei in der Luft hält.
  • um das Rupfen zu erleichtern, wird das tote Tier einige Sekunden in heißes Wasser getaucht.
  • anschließend muss der Körper aufgeschnitten und müssen die Innereien entfernt werden.
  • empfehlenswert ist auch, die Fleischteile von Federkielen durch Abbrennen zu reinigen.

In der Regel kann das Fleisch nur mehr zum Ansetzen einer Hühnerbrühe verwendet werden. Zum Braten eignet es sich definitiv nicht mehr. Jüngere Hühner zu schlachten macht keinen Sinn, da man sonst erheblich an Legeleistung einbüßt.

Futter

Zwerghühner gehören eindeutig in die Kategorie der Allesfresser. Sie essen folglich sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrungsmittel. Einen Teil der Nahrung finden sie dabei ganz natürlich auf ihrer Weide. Sie sind dort praktisch den ganzen Tag über mit der Nahrungssuche beschäftigt. So holen sie beispielsweise Samen aus der Erde oder fressen die Grasspitzen der Wiese an. Auch Insekten und Schnecken, die sie finden, werden genussvoll verspeist. Allerdings wird das Futter, dass die Tiere auf ihrer Weide finden in der Regel nicht ausreichen. Zusätzliche Futtergaben sind zwingend erforderlich – nicht zuletzt deshalb, weil nur ausreichend ernährte Tiere auch viele Eier produzieren werden. Folgendes Futter bietet sich dafür an:

Zwerghühner Futter

Legehennenalleinfutter

Dieses Futter ist in großen Mengen zu einem relativ günstigen Preis im landwirtschaftlichen Fachhandel erhältlich. Dabei sollte man sich unbedingt für die Pellet- oder Granulatform entscheiden. Im Gegensatz zu einer mehligen Ausführung können die Hühner hier nämlich bestimmte Futteranteile nicht aussortieren. Somit ist auch eine vollwertige Versorgung mit Nährstoffen gewährleistet.

Schrot- bzw. Körnerfutter

Diese Futtervariante kann als Zusatzfutter zum Leghennenalleinfutter verabreicht werden. Es sorgt für allem für eine gewisse Abwechslung auf dem Speiseplan. In der Regel besteht es aus Weizen, Mais und Gerste. Ist es außerdem noch mit etwas zerriebenen Muschelschalen angereichert, erleichtert es die Eierproduktion der Tiere.

Legemehl bzw. Legekorn

Legemehl ist nur notwendig, wenn kein Legehennenalleinfutter gefüttert wird. Es wird dann mit dem Schrot- oder Körnerfutter vermischt und soll die Tiere vor allem mit genügend Eiweiß versorgen.

Weichfutter

Unter Weichfutter versteht man gekochte Kartoffeln, eingeweichtes Brot und andere Küchenreste. Der Anteil des Weichfutters sollte zehn Prozent nicht übersteigen. Wird es von den Hühnern nicht unmittelbar gefressen, sollte es spätestens 20 Minuten nach der Gabe wieder entfernt werden, da es insbesondere im Sommer schnell zu Fäulnisprozessen kommen kann.

Obst

Auch beim Zwerghühner halten gilt: Ab und an freuen sich die Tiere über einen Leckerbissen. Obst fällt eindeutig in diese Kategorie. Dafür eignen sich Äpfel, Birnen und Beeren aller Art. Größere Früchte müssen vorab halbiert oder geviertelt werden. Idealerweise wird das Obst direkt auf der Weide verteilt.

Für welches Futter man sich beim Halten von Zwerghühnern auch entscheidet, stets kann zusätzlich gemahlener Muschelkalk verabreicht werden. Er befördert vor allem die Bildung der Eierschale. Der Kalk ist ebenfalls relativ problemlos im Fachhandel erhältlich.

Hahn

Zwerghühner

An der Frage, ob beim Zwerghühner halten unbedingt ein Hahn erforderlich ist, scheiden sich die Geister. In der freien Natur leben alle Hühnerrassen in kleinen Gruppen aus Hennen und einem Hahn. Insofern wäre auch für Zwerghühner die Haltung mit Hahn artgerecht. Die Schwierigkeit daran ist nur, dass ein Hahn auch jede Menge Probleme machen kann. Das größte Problem ist dabei sicherlich das Krähen. Wer Zwerghühner in einem kleinen Garten in einem Wohngebiet hält, wird sich bei seinen Nachbarn nicht unbedingt beliebt machen, wenn sie regelmäßig von einem krähenden Hahn belästigt werden – vor allem in aller Herrgottsfrühe an einem Sonntagmorgen. Ein Hahn sorgt für ein ordentliches Miteinander unter seinen Hennen. Er kann freilich auch für die eine oder andere Henne gefährlich werden. Folgt er nämlich seinem Fortpflanzungstrieb zu oft mit seiner Lieblingshenne, kann es bei ihr zu erheblichen Verletzungen im Rückenbereich kommen. Hahn ja oder nein? Die Antwort bleibt offen.

Platzbedarf

Der große Vorteil von Zwerghühnern ist, dass sie kleiner sind als herkömmliche Hühner. Dadurch benötigen sie auch weniger Platz. Dennoch haben aber auch sie natürlich einen gewissen Platzbedarf, an dem man sich orientieren sollte, möchte man die Tiere möglichst artgerecht halten. Selbstversorger werden in der Regel auf Weidehaltung im Garten setzen. Das bedeutet, dass die Hühner dort frei herumlaufen können und nur nachts in einen Stall müssen. Ideal ist dafür eine Fläche von acht bis zehn Quadratmetern pro Zwerghuhn. Eine Fläche von vier Quadratmetern pro Huhn sollte hingegen auf gar keinen Fall unterschritten werden. Es versteht sich gewissermaßen von selbst, dass sich die Anzahl der Hühner, die man maximal halten kann, an der zur Verfügung stehenden Fläche orientiert. Grundsätzlich gilt, umso mehr Auslauf die Tiere haben, desto wohler werden sie sich im Garten fühlen.

Stall

Wer Zwerghühner halten möchte kommt um einen Stall nicht herum. Er ist der geschützte Ort, in dem die Tiere nachts schlafen und in dem sie idealerweise auch ihre Eier legen. Es sollte sich dabei um eine geschlossenes Gebäude oder um eine geschlossene Konstruktion handeln. Der Stall muss auf jeden Fall von Menschen betreten werden können. Und er muss sich absolut sicher verschließen lassen können, so dass kein Fuchs oder Marder in ihn eindringen kann. Welche Form der Stall aufweist ist sekundär. Viel wichtiger ist die Innenausstattung. Folgendes gehört in jeden Hühnerstall:

Sitzstangen

Zwerghühner schlafen gerne in einer gewissen Höhe. Sitzstangen sind deshalb unerlässlich. Idealerweise bestehen sie aus Holze und haben einen Durchmesser von 2,5 bis 3 Zentimetern. Pro Tier sollte man mit einer Mindestlänge von 20 Zentimetern kalkulieren. Werden insgesamt zehn Zwerghühner gehalten, sind also Sitzstangen in eine Länge von Mindestens zwei Metern erforderlich. Die Stangen dürfen nicht fest im Stall verschraubt sein, sondern sollten sich zum Reinigen jederzeit leicht entfernen lassen. Um die Sitzstange besser erreichen zu können, benötigen die Tiere zusätzlich eine Hühnerleiter als Kletterhilfe.

Kotbrett

Das Kotbrett dient dazu den Kot, den die Hühner auch wenn sie auf der Sitzstange schlafen absondern, aufzufangen. Es muss daher direkt unter der Sitzstange angebracht werden. Vorteil: Der restliche Stall bleibt so einigermaßen kotfrei. Die Reinigung des Kotbrettes sollte mindestens im zwei Tage Rhythmus geschehen.

Legenester

Das Halten von Zwerghühnern erfolgt in der Regel ihrer Eier wegen. Dazu müssen Sie die gelegten Eier aber auch finden. Die Tiere legen ihre Eier einem natürlichen Schutztrieb folgend am liebsten an abgedunkelten, gut geschützten Orten ab. Im Stall müssen deshalb solche Orte geschaffen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten Legenestern. Der große Vorteil für Hühnerhalter: Man weiß stets genau, wo die Eier zu finden sind und kann sich zeitaufwendiges Suchen sparen. Legenester lassen sich aus einer Holzkiste oder einer alten Schublade, die jeweils mit Heu gefüllt werden, sehr leicht selber herstellen. Werden diese dann noch in einem geschützten Bereich des Stalls aufgestellt, sind die Hühner glücklich und legen garantiert auch fleißig. Normalerweise reicht ein Nest für drei bis vier Tiere.

Einstreu

Wie alle Hühner haben auch Zwerghühner ein natürlich Bedürfnis zum Scharren. Damit sie das auch in ihrem Stall machen können, muss der Stallboden mit einer möglichst dicken Schicht an Einstreu bedeckt werden. Sägemehl eignet sich hierfür perfekt. Es ist zudem günstig, saugstark und lässt sich mit Schaufel und Besen auch leicht wechseln.

Weidehaltung

Zwerghühner

Beim Stichwort Weide denken viele Menschen sicherlich zuerst an große, umzäunte Grünflächen. Es kann sich bei einer Weide aber durchaus um einen relativ kleinen Garten handeln. Zwerghühner sollten traditionell in Weidehaltung untergebracht werden. Je nach Anzahl der Tiere eignet sich der heimische Garten dafür perfekt. Allerdings ist es empfehlenswert, ein bestimmtes Areal für die Hühner vom restlichen Garten abzugrenzen. Ein einfacher Maschendrahtzaun mit einer Höhe von etwa einem Meter reicht dafür vollkommen aus. Menschen und Tiere können so den Garten gemeinsam nutzen, ohne sich dauernd in die Quere zu kommen. Hintergrund ist nicht zuletzt, dass die Hühner beständig Kot absondern, in den man normalerweise nicht so gerne tritt.

Gestaltung

Für die Hühnerweide braucht es unbedingt eine Rasenfläche. Klar sollte sein, dass die Tiere diese Fläche unter Umständen regelrecht umgraben können. Ideal ist auch ein Baum im Areal, der im Sommer Schatten spendet. Die Tiere sollten von der Weide aus Zugang zu Futter und vor allem zu Wasser haben. Darüber hinaus muss auch die Möglichkeit gegeben sein, dass sie sich zurückziehen können – zum Beispiel in ihren Stall.

Zaun

Der Zaun begrenzt nicht nur das Hühnerareal, sondern soll auch verhindern, dass die Tiere fliehen können. Zwar können Zwerghühner nicht oder wenn nicht besonders gut fliegen, jedoch sind sie in der Lage durch ihren Flügelschlag relativ hoch zu springen. Der Zaun sollte deshalb folgende Anforderungen erfüllen:

  • Mindesthöhe 1 Meter
  • Maschendraht aus Kunststoff ohne scharfe Kanten
  • kleinmaschige Ausführung
  • stabile Holzpflöcke
  • Zugang (Tür), um die Tiere füttern zu können

Zucht

Zwerghühner Zucht

Zwerghühner zu halten ist eine relativ unkomplizierte Angelegenheit. Zwerghühner zu züchten kann hingegen durchaus zu einer Herausforderung werden. Das Hauptproblem dabei ist der Hahn, ohne den keine Befruchtung der Eier stattfinden kann. Einen Hahn im Garten zu halten stellt häufig ein Problem dar. Auch sonst ist der Aufwand für die Zucht relativ groß. Da man bei den Hennen in den ersten beiden Lebensjahren von einer guten Legeleistung ausgehen kann, ist es auf jeden Fall einfacher, sich auf Geflügelschauen- bzw. märkten regelmäßig Küken oder Junghennen zu kaufen. Das erspart einen nicht nur das Hahnproblem, sondern verhindert auch Inzucht. Wer sich dennoch für die Zucht entscheidet braucht zwingend folgendes:

  • geschützter Rückzugsbereich zum Brüten
  • alternativ einen automatischen Brüter
  • viel Hygiene im Stall
  • jede Menge Geduld

Nach dem Schlupf der Küken müssen diese zudem mit einem speziellen Kükenfutter versorgt werden. Sinnvoll ist es auch, sie in den ersten Lebenswochen separiert vom Hahn zu halten, da der sie unter Umständen töten kann.