Wachtelfutter: was fressen Wachteln? Futterliste von A-Z

Wachtelfutter Futterliste

Wachteln sind faszinierende Tiere, die sich relativ leicht halten lassen. Sie liefern exzellentes Fleisch und vorzügliche Eier. Damit die Qualität stimmt, kommt es aber ganz entscheidend auf das richtige Wachtelfutter an. Die unten stehende Futterliste zeigt, was den Tieren schmeckt und ihnen gut tut – und zwar erwachsenen Wachteln wie Küken.

Grundfutter

Beim Wachtelfutter muss zwischen einem Grundfutter und zusätzlichen Leckereien unterschieden werden. Das Grundfutter liefert dabei die Energie für die Tiere und versorgt sie zudem mit allen wichtigen Nährstoffen. Die Leckereien dienen eher dazu, die Wachteln bei Laune zu halten und ihnen Abwechslung zu bieten. Folglich kommt dem Grundfutter eine zentrale Bedeutung zu. Es muss daher auch durchgehend zur Verfügung stehen. Die Wachteln müssen jederzeit davon fressen können. Der wichtigste Bestandteil des Grundfutters ist Eiweiß. Der Anteil an Rohproteinen sollte beim Grundfutter für erwachsene Tieren idealerweise bei 17 bis 18 Prozent liegen. Ist er niedriger, werden die gelegten Eier nach und nach kleiner. Außerdem sinkt insgesamt die Legleistung. Ist der Rohproteinanteil hingegen höher, kommt es zwangsläufig zu einer Verfettung der Tiere, was wieder die Fleischqualität negativ beeinflusst.

Grundfutter für Küken

Wachtelküken

Küken haben in den ersten drei Wochen ihres Lebens einen erhöhten Bedarf an Eiweiß. Wird dieser Bedarf nicht ausreichend gedeckt, kann es zu erheblichen Wachstumsstörungen kommen. Der Rohproteinanteil im Grundfutter sollte deshalb bei etwa 25 Prozent liegen. Sogenanntes Putenstarterfutter erfüllt diese unabdingbare Voraussetzung. Es ist folglich auch das ideale Grundfutter für die Baby-Wachteln. Kükenfutter für Hühner eignet sich seines geringen Eiweißanteils hingegen nicht für Wachtelküken. Das Putenstarterfutter sollten Sie unbedingt als Mehl verfüttern.

Legehennenfutter

Klassisches Leghennenfutter ist so etwas wie das perfekte Grundfutter für Erwachsene Wachteln. Es gehört daher zwingend auf jede Futterliste für die Tiere. Mit einem Rohproteinanteil von 17 bis 18 Prozent trifft es genau die Werte, die für Wachteln wichtig sind. Die Futtermischungen enthalten außerdem:

  • relativ hohen Anteil an Calcium und Vitaminen
  • im landwirtschaftlichen Fachhandel in verschiedenen Dareichungsformen vorhanden
  • für Wachteln auf jeden Fall die Mehlform wählen
    • die Tiere mit ihren relativ kleinen Schnäbeln fressen es dann leichter

Das Legehennenfutter wird den Wachteln am besten in Näpfen, Trögen oder Futterspendern zur Verfügung gestellt.

Putenmastfutter

Wachteln halten

Alternativ zum Legehennenfutter kann als Grundfutter für Wachteln auch Putenmastfutter verwendet werden. Es hat meist einen etwas höheren Rohproteinanteil von etwa 16 bis 19 Prozent. Allerdings schwankt dieser Anteil bei einzelnen Produkten erheblich. Man tut deshalb gut daran, sich vorab zu informieren, wich hoch der Eiweißanteil ist. Bei Werten unter 16 und über 20 Prozent sollte man von dem jeweiligen Produkt lieber die Finger lassen. Auch beim Putenmastfutter ist die Mehlform erste Wahl. Man sollte sich bei dieser Futtervariante allerdings im Klaren darüber sein, dass sie preislich etwas höher liegt als das Legehennenfutter.

Leckereien

Bei Wachteln ist es wie bei uns Menschen – ab und zu einen ganz besonderen Leckerbissen zu genießen macht glücklich. Neben dem Grund-Wachtelfutter sollten die Tiere deshalb ab und an mit zusätzlichen Leckereien gefüttert werden. Das sorgt nicht nur für Abwechslung und für einen gewissen Vitaminschub, sondern beschäftigt die Wachtelschar auch. Zudem kann die Gabe von Leckereien einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die Tiere zutraulicher werden. Und das wiederum sorgt für weniger Stress bei den Vögeln und bei ihren Haltern. Leckereien sollten beim Wachtelfutter allerdings immer etwas Besonderes bleiben. Werden sie täglich verteilt, ist der Effekt schnell dahin. Ein Rhythmus von zwei oder drei Tagen ist hingegen ideal. Die Futterliste in Sachen Leckerbissen ist erstaunlich vielfältig. Abwechslung sollte daher unter normalen Umständen und vor allem im Sommer kein Problem sein.

Äpfel

Wachtelfutter

Äpfel stehen bei Wachteln ganz hoch in der Kunst. Sie tun den Tieren außerdem ausgesprochen gut. Die Apfelsorte spielt bei der Fütterung keine Rolle. Es muss allerdings darauf geachtet werden, dass offensichtlich faule Stellen gründlich weggeschnitten werden, bevor man einen Apfel verfüttert. Ansonsten reicht es, den Apfel zu vierteln und die einzelne Stücke in den Stall zu legen. Ein Schälen oder das Entfernen des Kerngehäuses sind hingegen nicht notwendig.

Beeren

  • Süße Beeren aller Art, beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren oder Johannisbeeren
  • Stachelbeeren aus naheliegenden Gründen nicht verfüttern

Grünzeug

Grünzeug gehört unbedingt auch auf die Futterliste für Wachteln. Frisch gemähtes Gras oder Salatblätter fallen beispielsweise darunter. Das Gras sollte allerdings nicht mit einem Rasenmäher gemäht worden sein, sondern mit einer Sichel und einer Sense. In der Regel reicht es vollkommen aus, einzelne Büschel mit der Hand aus dem Boden zu reißen. Wir Salat dem Wachtelfutter hinzugefügt, sollte man sich tatsächlich auf die Blätter beschränken. Den Salatstrunk und die Salatrippen mögen die Tiere nicht.

Karotten

Wachtelfutter

Eine rohe Karotte stellt für jede Wachtel eine hochwillkommene Herausforderung dar. Die Tiere müssen sich zwangsläufig etwas anstrengen, um sie wirklich fressen zu können. Das Einerlei ihres Tagesablaufs wird dadurch durchbrochen. Das Grünzeug kann und sollte dabei an der Karotte belassen werden. Es wird sehr gerne mit gefressen.

Küchen- und Speisereste als Wachtelfutter

Küchen- und Speisereste sorgen auf der Futterliste für Wachteln ebenfalls für eine hoch willkommene Abwechslung. Küchenabfälle sind hingegen absolut tabu. Unter den Resten erfreuen sich bei den Tieren vor allem gekochte Nudeln und gekochte Kartoffeln größter Beliebtheit. Zwar benötigen sie meistens etwas Zeit, bis sie sich an diese für sie nicht alltäglichen, ist diese Gewöhnung aber erst einmal erfolgt, werden Nudeln und Kartoffeln für sie schnell zum beliebtesten Wachtelfutter. Verfüttert man beides als Leckerei an die Tiere, sollte man eventuelle Rest alsbald wieder aus dem Stall oder dem Gehege entfernen. Auch die gekochten Produkte können nämlich relativ schnell verderben und so zur Gefahr für die Wachteln werden.

Zucchini

Zucchini

  • sowohl roh als auch gekocht verfüttern

Tipp: Ideal ist dabei natürlich, wenn Sie die Zucchini als ganzes Stück geben. So werden die Tiere zudem beschäftigt.

Wasser

Auch wenn es sich bei Wasser nicht um Wachtelfutter im eigentlichen Sinne handelt, gehört es dennoch auf die Futterliste für diese Tiere. Es versorgt sie nämlich nicht nur mit der benötigten Flüssigkeit, sondern unterstützt die Wachteln auch beim Schlucken. Durch das Wasser werden auch etwas größere Nahrungsstücke durch die Speiseröhre in den Magen gespült. Man kann deshalb immer und immer wieder beobachten, dass Wachteln, sobald sie einige Bissen gegessen haben, sofort trinken. Frisches Wasser sollte für die Tiere durchgehend zur Verfügung stehen. Die Betonung liegt hier auf „frisch“. Ein täglicher Wechsel des Wasservorrats ist folglich unbedingt erforderlich. Das gilt übrigens für die erwachsenen Tiere ebenso wie für die Küken.