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Roter Eiserapfel | Geschmack, Befruchter, Krankheiten

Roter Eiserapfel

‚Roter Eiserapfel‘. Der Name beschreibt eine der ältesten Apfelsorten Deutschlands, die bereits im 16. Jahrhundert in Ober- und Mittelfranken angebaut wurde. Erste Nennungen gehen bis auf das 15. Jahrhundert zurück. Aufgrund ihrer robusten Eigenschaften ist der Apfel ideal für Hausgärten geeignet. Die gute Lagerfähigkeit ermöglicht die effektive Nutzung des Wirtschaftsapfels.

Steckbrief

SynonymeZigeunerapfel, Herzapfel, Roter Krieger, Paradiesapfel, Doppelter Paradiesapfel, Roter calvillartiger Wintersüßapfel, Bamberger, Drei Jahre dauernder Streifling, Schornsteinfeger, Mohrenborsdorfer, Mohrenstettiner
HerkunftDeutschland
TypWinterapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, normal, Gartenboden, locker
Wuchssehr stark, flachkugelige Kronen, gute Verzweigung, abstehend
Wuchsbreite250 bis 350 cm
Wuchshöhe300 bis 450 cm
BlütezeitMai
Resistenzenresistent gegen Krankheiten und Schädlinge
Fruchtmittelgroß, grüngelb, karmin- bis purpurrote Deckfarbe (Schattenseite), glatte Schale, glänzend, mittelfestes Fruchtfleisch
Geschmackfeines Weinaroma, schwach würzig, süß
Ertraghoch, regelmäßig, spät einsetzend
ErntezeitOktober
GenussreifeAnfang Dezember bis Mitte Juni
Lagerfähigkeithervorragend bis Juni
VerwendungszweckeWirtschaftsapfel, Mostapfel, Saftapfel, Tafelapfel, Lagerapfel
Informationen für Allergikerverträglich

Besonderheiten

Eiserapfel

Wird ein ‚Roter Eiserapfel‘ angebaut, muss die Lage nur wenig beachtet werden. Robust und anspruchslos an den Standort sind die Bäume, was raue Lagen ebenso möglich macht wie ideale Verhältnisse. Die Lage wirkt sich nicht auf die jährlichen Ernteerträge aus. Selbst die Blüten sind komplett unempfindlich in Bezug auf die Witterung, was spät einsetzende Fröste zu keiner Gefahr für die Ernte macht. Wichtig für die Kultivierung der Sorte sind geeignete Befruchtersorten, da ein ‚Roter Eiserapfel‘ nur schlecht die Selbstbefruchtung beherrscht. Als Befruchter können die folgenden Sorten eingesetzt werden:

Typisch an der Apfelsorte sind die spät einsetzende Erträge. Die Bäume benötigen einige Jahre, bevor sie Früchte tragen. Sobald es zum ersten Fruchtbehang kommt, können sich Selbstversorger über einen großen Ertrag freuen. Das Astgerüst baut sich dicht und gesund auf, was die Blütenbildung positiv beeinflusst und somit zu einem höheren Fruchtbehang führt. Nach der ersten Ernte kann mit einem jährlichen Behang gerechnet werden, der bis ins hohe Alter anhält. Von Alternanz ist die Sorte nicht betroffen.

Wurden die Äpfel geerntet, sollten sie für einen Zeitraum von mindestens fünf bis sechs Wochen nachreifen. Aufgrund der Lagerung fällt der Verzehr der Äpfel meist auf die Zeit um Nikolaus. Aus diesem Grund gehört die Sorte zu den sogenannten Krampusäpfeln. Es handelt sich um eine traditionelle Varietät in ganz Süd- und Mitteldeutschland.