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Apfel ‚Resi‘ | Geschmack, Erntezeit, Lagerung

Resi

Hinter der Apfelsorte ‚Resi‘ stehen Züchter des Instituts für Obstforschung am Julius-Kühn-Institut in Dresden-Pillnitz. Das Ziel der Züchtung aus ‚Clivia‘ und dem Zuchtklon ‚BX44,14‘ sind robuste, kleinwüchsige Apfelbäume, die für den ökologischen Anbau geeignet sind. Da die Sorte resistent gegen typische Apfelkrankheiten ist, können Sie bei der Kultivierung auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten.

Steckbrief

HerkunftDeutschland
TypHerbstapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, normal, durchlässig, Gartenboden
Wuchsschwach, kompakt kleinwüchsig, buschig, Fruchtholz dünn
Wuchsbreite250 bis 300 cm
Wuchshöhe250 bis 400 cm
BlütezeitApril bis Mai
Fruchtmittelgroß, grüngelb, hell- bis purpurrot bestreift (75 Prozent), knackig, feinzellig, festes Fruchtfleisch, saftig
Geschmacksüß, aromatisch, feine Säure
Ertragmittelmäßig, regelmäßig, benötigt Ausdünnung
ErntezeitMitte September bis Ende September
GenussreifeEnde September
Lagerfähigkeitgut
VerwendungszweckeTafelapfel, Direktverzehr
Informationen für Allergikerunbekannt

Besonderheiten

Resi

Wird eine resistente und für den Bio-Anbau geeignete Apfelsorte gesucht, bietet sich die Kultivierung von ‚Resi‘ an. Gekennzeichnet durch das „re“ als erste Silbe im Namen reiht sich die Sorte in das Repertoire des Instituts ein, die eine gute Resistenz gegen die folgenden Krankheiten aufweisen:

  • Apfelschorf
  • Bakterienbrand

Stark von Krankheiten befallene Regionen oder einzelne Lagen lassen sich auf diese Weise trotzdem mit Äpfeln bepflanzen. Ebenso reagiert ‚Resi‘ nicht anfällig auf die Obstbaumspinnmilbe, besser bekannt unter der Bezeichnung Rote Spinne. Einzig ein Befall durch Mehltau kann den Bäumen zusetzen, was durch entsprechende Pflegemaßnahmen verhindert werden kann.

Bei der Kultivierung der Bäume ist es wichtig, diese über die Vegetationsperiode auszudünnen, da es sonst zu eng für die Früchte wird. Die Fruchtausdünnung sorgt dafür, dass die einzelnen Früchte ihre gewünschte Größe erreichen können. Wird das Ausdünnen versäumt, wird der Ertrag zwar höher, doch handelt es sich um deutlich kleinere Äpfel. Die geringe Größe wirkt sich negativ auf die Qualität und den Geschmack der Äpfel aus, was verhindert werden sollte. Da die Sorte von Natur aus einen mittelmäßigen Ertrag ermöglicht, kann die geringe Fruchtgröße diesen noch weiter reduzieren. Ein weiterer Vorteil der Fruchtausdünnung ist die Erhaltung der Vitalität der Apfelbäume.

Um die Ertragsmenge auf einem hohen Level zu halten, sollten Sie den Einsatz von Befruchtersorten in Betracht ziehen. Die folgenden Varietäten bieten sich für diesen Zweck an:

  • Idared
  • Topaz
  • Relinda
  • Retina
  • Rewena

Den höchsten Erfolg bieten die oben genannten Sorten, deren Name mit einer „re“-Silbe beginnt. Es handelt sich bei diesen um sehr ähnliche Varietäten, die sich untereinander hervorragend zur Befruchtung eignen. Aus diesem Grund können klug mehrere resistente Sorten zusammen mit ‚Resi‘ gepflanzt werden, um von der erhöhten Pollenmenge zu profitieren.