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Apfel ‚Reichtragender vom Zenngrund‘ | Standort, Ertrag & Co.

Reichtragender vom Zenngrund

Der elegante Name ‚Reichtragender vom Zenngrund‘ beschreibt eine fränkische Apfelsorte, die um das Jahr 1900 von Georg Ries als Zufallssämling entdeckt und etabliert worden ist. Die robuste Sorte bietet sich für den extensiven Anbau in Privatgarten oder für Selbstversorger an. 1940 begann die Verbreitung über eine Baumschule in Triesdorf.

Steckbrief

SynonymeZenngründer, Schafsnase, Schöner vom Zenngrund, Gestreifter Rosenapfel
HerkunftDeutschland
TypHerbstapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, normal, locker, Gartenboden
Wuchsmittelstark, gute Verzweigung
BlütezeitApril bis Mai
Fruchtmittelgroß, groß oder sehr groß, grünliches Gelb, Deckfarbe verwaschen hellrot, Kegelform, mürbes Fruchtfleisch, saftig
Geschmackharmonisch, aromatisch, sanft parfümiert
Ertragmittelmäßig bis hoch, regelmäßig
ErntezeitSeptember
GenussreifeSeptember bis November
Lagerfähigkeitschlecht
VerwendungszweckeTafelapfel, Direktverzehr, Saftapfel, Mostapfel
Informationen für Allergikerunbekannt

Besonderheiten

Reichtragender vom Zenngrund

Bei der Lokalsorte ‚Reichtragender vom Zenngrund‘ handelt es sich um widerstandsfähige Apfelbäume, die sich für eine Vielzahl verschiedener Obstbaulagen anbieten. Raue, kühle und trockene Lagen bieten sich für den Anbau ebenso gut an wie ideale Standorte, was den großflächigen Anbau erleichtert. Gerne wird die Sorte für hohe Lagen genutzt, die sich nicht für andere Varietäten mit einem ähnlichen Aroma anbieten.

Aufgrund der guten Widerstandsfähigkeit verträgt der ‚Zenngründer‘ selbst problematische Lagen. Die Erträge werden durch ungünstige Standorte nicht negativ beeinflusst, nur kann es dadurch zu glasigen Früchten kommen, was sich deutlich auf das Aroma auswirken. Dennoch muss das nicht bei allen Bäumen der Fall sein. Außerdem können Sie die glasigen Äpfel hervorragend zur Herstellung von Most oder Apfelsäften verwenden, da sich der Geschmack nur noch schlecht für den direkten Verzehr eignet. Ebenso können die Erträge durch andere Apfelbäume in der Nähe gesteigert werden. Ein ‚Reichtragender vom Zenngrund‘ profitiert immer von möglichen Befruchtern.

Neben der robusten Art ist der ‚Reichtragende vom Zenngrund‘ nicht anfällig für den Großteil der typischen Apfelkrankheiten. Einziges Problem kann die Spitzendürre oder Zweigmonilia bereiten. In diesem Fall ist es wichtig, die Bäume in regelmäßigen Abständen zu schneiden und totes oder befallenes Holz zu entfernen.