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Apfel ‚Orion‘ | Apfelsorten von A – Z

Orion

‚Orion‘ ist eine der Züchtungen des Institute of Experimental Botany CAS im tschechischen Prag. Der Wunsch einer schorfresistenten Sorte war es, durch den die Varietät entstanden ist. Als Elternsorten für die Züchtung wurden ‚Golden Delicious‘ und ‚Otava‘ gewählt.

Steckbrief

HerkunftTschechien
TypHerbstapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, normal, Gartenboden, locker
Wuchsmittelstark, lange Äste, schlecht verzweigt
Wuchsbreite200 bis 300 cm
Wuchshöhe300 bis 400 cm
BlütezeitApril
Anfälligkeit für KrankheitenMehltau(schwach). Kragenfäule (schwach); resistent gegen Apfelschorf
Fruchtgroß oder mittelgroß, gelbgrün bis grün, knackiges Fruchtfleisch, saftig
Geschmacksauer, aromatisch, ausgewogen
Ertragmittelmäßig, regelmäßig
ErntezeitSeptember
GenussreifeSeptember bis November
Lagerfähigkeitgut
VerwendungszweckeKochapfel, Backwaren, Tafelapfel, Lagerapfel
Informationen für Allergikerverträglich

Besonderheiten

Orion

Bei ‚Orion‘ handelt es sich um eine triploide Apfelsorte, was den Einsatz von Befruchtersorten notwendig macht. Es findet keine Selbstbefruchtung statt und die Sorte ist nicht geeignet als Befruchter. Eine Vielzahl von Sorten bietet sich für diesen Zweck an, doch können einige besonders hilfreich sein:

Einige Exemplare reichen schon aus, um den mäßigen Ertrag der Varietät zu verbessern. In Kombination zum Einsatz von Befruchtersorten sind regelmäßige Schnittmaßnahmen ein Muss bei ‚Orion‘. Alternanz ist ein typisches Problem der Apfelsorte und die Bäume leiden stark darunter, was den Fruchtbehang negativ beeinflusst. Ausdünnen und ein jährlicher Pflegeschnitt schützt die Sorte zusätzlich vor Mehltau. Da die Verzweigung nur schlecht ist, gestaltet sich der Schnitt als recht einfach.

Typisch für ‚Orion‘ ist die lange Wartezeit auf die ersten Erträge, wenn es sich um einen jungen Baum handelt. Im Vergleich zu anderen Apfelsorten benötigt er einige Jahre, bevor sich eine Ernte einfahren lässt. Werden die Erträge danach durch optimale Pflegemaßnahmen und einen passenden Standort stabilisiert, können sich Selbstversorger über reichtragende Bäume freuen. Haben sich die Bäume etabliert, bietet sich die Sorte gut für Streuobstwiesen an.