Apfel ‚Weißer Wintertaffet‘ | Krankheiten, Befruchtung und Co.

Weißer Wintertaffet

Als ‚Weißer Wintertaffet‘ wird eine Apfelsorte beschrieben, deren Herkunft nicht auf ein Land oder eine Region zurückgeführt werden kann. Bekannt ist der alte Winterapfel schon sehr langem, erstmals genannt im Jahr 1797. Der Zufallssämling gehört zu den heute bedrohten Apfelsorten, da er nur noch selten angebaut wird.

Steckbrief

Synonym Weißapfel, Glasapfel, Weißer Wintertaffetapfel, Winter Taffeter, Kartäuser, Weinapfel, Weinling, Weißer Wachsapfel, Spiegelapfel, Falscher Borsdorfer, Altfränkischer Kornapfel, Weinborster, Edelsborsdorfer, Silberreinette, Taffetas blanc d’hiver
Herkunft unbekannt (wahrscheinlich Deutschland)
Typ Winterapfel
Standortanforderungen sonnig bis halbschattig, normal, Gartenboden, locker
Wuchs kräftig, gute Verzweigung, buschig, breite Krone, Fruchttriebe hängend
Wuchsbreite 200 bis 350 cm
Wuchshöhe 300 bis 500 cm
Blütezeit Mai
Frucht klein, abgeflachte Kugelform, grünweiß bis gelblich, hellrot verwaschene Sonnenseite, feinzellig, mürbes Fruchtfleisch, saftig, duftend, Schale glatt und leicht fettig
Geschmack säuerlich, wenig süß, sanftes Aroma
Ertrag mittelmäßig, regelmäßig
Erntezeit Oktober
Genussreife Dezember bis Mitte April
Lagerfähigkeit hervorragend bis April
Verwendungszwecke Streubost, Tafelapfel, Lagerapfel, Mostapfel
Informationen für Allergiker unbekannt

Besonderheiten

Wintertaffet

Bekannt ist der ‚Weinapfel‘ aufgrund der Früchte und der Möglichkeit, die Bäume für den Landschaftsobstbau zu nutzen. Es handelt sich um eine äußerst schnittfeste Sorte, die in einer Vielzahl von Schnittformen kultiviert werden kann. Zudem sorgt ein genau umgesetzter Schnitt für eine gute Vitalität, was für die Varietät wichtig ist. Ein ‚Weißer Wintertaffet‘ ist im Vergleich zu anderen Sorten deutlich anfälliger für verschiedene Krankheiten. Zu nennen sind hier die folgenden:

  • Mehltau
  • Obstbaumkrebs
  • Apfelschorf

All diese Krankheiten können dem ‚Spiegelapfel‘ stark zusetzen und sich negativ auf die Ernteerträge auswirken. Um die Anfälligkeit zu verringern, muss neben den regelmäßigen Schnittmaßnahmen auf die Lage geachtet werden. Empfehlenswert sind Lagen, die windoffen sind. Auf diese Weise erhalten die Bäume ausreichend Frischluft, was eine Infektion durch Pilze verringert. Da die Bäume sturmfest sind, eignen sich selbst raue Regionen für die Kultivierung. Die Blüten und Früchte sind windfest. Wird eine zu warme Region gewählt, wirkt sich die Temperatur positiv auf die Gesundheit der Exemplare aus. Geeignet ist die Sorte ebenfalls für die Pflanzung in Lagen, die lufttrocken sind. In diesen sinkt die Infektionsgefahr und es ist möglich, die Bäume als Streuobst zu pflanzen.

Bei der Anschaffung der Sorte muss auf die Verwechslungsgefahr mit anderen Varietäten geachtet werden. Bei diesen kann es vorkommen, dass entweder die Bäume eine große Ähnlichkeit in Bezug auf das Wuchsverhalten aufweisen oder die Früchte ähnliche Eigenschaften haben. Zu diesen gehören:

  • Spätblühender Taffetapfel
  • Champagnerrenette

Befruchtung

Ein ‚Weißer Wintertaffet‘ im Garten ist im Vergleich zu anderen Varietäten nicht unbedingt auf den Einsatz von Befruchtersorten angewiesen. Die Sorte beherrscht die Selbstbefruchtung äußerst gut und die Pollen können hervorragend zur Befruchtung der Sorte ‚Charlamowsky‘ genutzt werden. ‚Charlamowsky‘ selbst ist komplett selbstunfruchtbar. Der einzige Vorteil an Befruchtersorten für den ‚Glasapfel‘ sind die optimierten Erträge. Zwar funktioniert die Selbstbefruchtung sehr gut, die folgenden Varietäten können die Ernte allerdings noch steigern:

  • Ananasrenette
  • Baumanns Renette
  • Boikenapfel
  • Champagnerrenette
  • Cox Orange
  • Goldparmäne
  • Königlicher Kurzstiel

Die Äpfel müssen mit Vorsicht behandelt werden, da sie druckempfindlich sind. Vor allem bei längerer Lagerung ist das notwendig.