Apfel ‚Hirschknäckerla‘ | Apfelsorten von A – Z

Hirschknäckerla

Zu den klassischen Äpfeln Frankens gehört der ‚Hirschknäckerla‘, der zum ersten Mal im Jahr 1651 vom Geistlichen und Autor Wolfgang Jacob Dümler in seinem Buch „Obstgarten“ beschrieben wurde. Es handelt sich um einen in Bayern beliebten Süßapfel. Robust und anspruchslos ist die Sorte gut für den Haus- und Selbstversorgergarten geeignet.

Steckbrief

Synonym Knäckerla, Kneckerlein, Kneckerlein rot, Kneckerlein gestreimt
Herkunft Franken in Bayern
Typ Herbstapfel
Standortanforderungen sonnig bis halbschattig, normal, anspruchslos
Wuchs mittelstark, gute Verzweigung
Blütezeit April bis Mai
Resistenz gegen Krankheiten kaum anfällig für Krankheiten
Frucht klein, gelblich, hellrot gestreift, rötliche Sonnenseite, festes Fruchtfleisch, saftig
Geschmack intensiv süß, geringes Aroma
Ertrag hoch, regelmäßig
Erntezeit September bis Oktober
Genussreife September bis Mitte November
Lagerfähigkeit unbekannt
Verwendungszwecke Backwaren, Getränke und Obstbrände
Informationen für Allergiker wahrscheinlich verträglich

Besonderheiten

Hirschknäckerla

‚Hirschknäckerla‘ gehört zu den robusten Apfelsorten, die ohne größere Probleme gepflanzt und kultiviert werden können. Da die Sorte aus dem Süden Deutschlands stammt, ist sie gut gegen Kälte gewappnet und lässt sich extensiv in Höhenlagen anbauen. Die Kultivierung in mittleren Lagen und dem Flachland ist ebenso möglich.

Der Anbau des ‚Hirschknäckerla‘ erweist sich als unkompliziert und der Gärtner kann selbst bei geringem Pflegeaufwand mit einer reichen Ernte rechnen. Interessant an der Apfelsorte sind die zahlreichen Weiterverarbeitungsmöglichkeiten der Früchte. Da das Aroma eine intensive Süße hat, aber recht unausgewogen ist, sind die folgenden Varianten der Weiterverarbeitung empfehlenswert:

  • Backapfel
  • Dörrobst
  • Mostapfel
  • Saftapfel

Der Direktverzehr der Sorte ist möglich, doch bieten sich die Früchte besser für süße Backwaren, Getränke und Obstbrände an. Aufgrund der geringen Größe der Äpfel sind sie leicht zu verarbeiten. Selbst größere Erträge werden innerhalb kürzerer Zeit fürs Keltern oder Backen vorbereitet und können verwendet werden. ‚Hirschknäckerla‘ ist aus diesem Grund gut für kleinere Gärten geeignet, da die Bäume nicht so groß und ausladend werden. Darunter leidet der Ertrag aber nicht, was die Sorte äußerst wertvoll macht. Bestäubersorten werden nicht benötigt.