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Apfel ‚Fuji‘ | Sorten, Befruchter, Geschmack

‚Fuji‘ gilt mit über 30 Millionen Tonnen als die am häufigsten angebaute Apfelsorte weltweit. Entstanden ist der japanische Klassiker 1939 in Morioka im Norden des Inselreichs aus den Sorten ‚Ralls Janet‘ und ‚Red Delicious‘. Kultiviert wird die 1962 in den Handel eingeführte Sorte hauptsächlich aufgrund des süßen Geschmacks.

Steckbrief

HerkunftJapan
TypWinterapfel
Standortanforderungensonnig, Halbschatten wird toleriert, warm, normal
Wuchsbreite150 bis 250 cm
Wuchshöhe150 bis 300 cm
Wuchsstark, kompakte bis runde Krone, Spindelwuchs möglich, gut verzweigt, hängend
BlütezeitMai (stark abhängig von Standort)
Anfälligkeit auf KrankheitenApfelschorf, Feuerbrand; mäßig resistent gegen Mehltau
Fruchtmittelgroß bis groß, blassgrün bis gelbgrün, gestreift in braunrot, dunkelrot oder violett, dicke Schale, festes und feinzelliges Fruchtfleisch, saftig, duftend
Geschmacksehr süß, kaum bemerkbare bis feine Säue, aromatisch
Ertraghoch, regelmäßig
ErntezeitMitte Oktober bis Anfang November
GenussreifeOktober bis Mitte März
Lagerfähigkeithervorragend bis März
VerwendungszweckeDirektverzehr, Tafelapfel, Lagerapfel
Informationen für Allergikerunverträglich

Besonderheiten

Bei der Anschaffung von ‚Fuji‘-Bäumen sollten Sie auf die jeweilige Sortenvariation achten.

Sorten

Fuji

Aufgrund des Geschmacks und der guten Zuchteigenschaften existieren unzählige Abkömmlinge und Mutanten des Japanapfels. Das ist wichtig, denn es finden sich einige Clubsorten, die eine Lizenz für den Anbau benötigen. Dazu gehören:

  • Sun Fuji
  • Kiku Brak

Zwar sind diese Varietäten nicht so häufig in Europa zu finden, spezialisierte Baumschulen führen diese dennoch. Andere Variationen des ‚Fuji‘ dagegen können problemlos von Selbstversorgern angebaut werden. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Zuchtvariationen, die in Mitteleuropa kultiviert werden können:

  • Himekami
  • Hokuto
  • Huaguan
  • Huashuai
  • Senshu
  • Catarina

Neben den Zuchtsorten müssen ebenfalls einige der über 200 Mutanten genannt werden, denen Sie ebenfalls begegnen können. Die Mutanten unterscheiden sich nur wenig von der eigentlichen Sorte. Der Geschmack bleibt bei allen Mutanten erhalten und meist ist die Farbe und Form etwas anders.

  • Aki Fu
  • Aztec
  • Azufu
  • Beni Shogun
  • Fubrax
  • Fuji Jubilé
  • Myra Red Fuji
  • Nagafu
  • Red Sport
  • Rubinfuji
  • Seirin Spur
  • Takano Wase
  • Tensei
  • Yataka

Kultivierung

Bei der Kultivierung der Sorte müssen Sie außerdem unbedingt auf den Standort achten. Fujibäume benötigen dauerhaft milde Lagen, die in Deutschland nur in Weinbaugebieten oder nahe des Bodensees zur Verfügung gestellt werden können. Falls solche Lagen nicht zur Verfügung stehen, müssen die folgenden Eigenschaften für den Standort erfüllt werden:

  • südliche Ausrichtung
  • lang andauernde Sonneneinstrahlung
  • geschützt vor kalten Winden

Zwar handelt es sich bei der Sorte um winterharte Bäume, zu kühle Temperaturen über das Jahr wirken sich jedoch deutlich auf die Ertragsmenge und Vitalität aus. Eine Haltung im Kübel verträgt die Sorte sehr gut und kann so auf Balkonen und Terrassen platziert werden.

Die Ernteeträge der Bäume werden positiv verbessert, wenn Befruchter zum Einsatz kommen. Wird extensiver Anbau betrieben, lohnt sich der Einsatz der folgenden Sorten:

In Kombination dazu sollten die Bäume einer gründlichen Auslichtung unterzogen werden, da sie stark zur Alternanz neigen. Zusammen mit einem jährlichen Pflegeschnitt bleibt die Vitalität der Bäume erhalten und die Anfälligkeit auf Krankheiten sinkt etwas. Verzichtet werden sollte auf den Einsatz chemischer Mittel, da dies zu Glasigkeit der Früchte oder einem Ernteausfall führen kann, falls dies möglich ist.