Nutzgarten anlegen

Schritt für Schritt zum eigenen Nutzgarten

Ist der Garten auf dem Papier geplant, geht es an die praktische Umsetzung: Boden kultivieren, Bewässerungsmöglichkeiten bedenken, Beete vorbereiten oder Kompost anlegen. Dies erfordert Zeit und körperlichen Einsatz. Sind aber die ersten Schritte in Richtung Selbstversorgung.

Zum Nutzgarten Anlegen bedarf es der richtigen Gerätschaft
Zum Nutzgarten Anlegen bedarf es der richtigen Gerätschaft

Haben künftige Selbstversorger alle wichtigen Fragen während der Planungsphase geklärt, wird anschließend das Stück Land schrittweise bearbeitet. Eventuell sind zuerst noch Bäume, Sträucher oder Büsche auf dem Grundstück zu entfernen, baufällige Schuppen abzureißen oder meterhohes Gras zu mähen. Dann rückt die Qualität des Gartenbodens in den Mittelpunkt. Ist dieser zu lehmig, zu sandig oder besitzt er einen zu hohen Kalk- oder Tonanteil?

Zum Beispiel eignen sich mittelschwere Lehmböden, die nicht zu nass sind, bestens als Nutzböden. Diese können besonders gut Wasser und Nährstoffe speichern, was sich optimal auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Sandige Böden sind dagegen wasserdurchlässig, die Nährstoffe werden ausgewaschen. Zu humusreiche Böden nehmen zwar viel Wasser auf, versauern aber recht leicht. Häufig zeigen Böden Mangelerscheinungen auf. Spurenelemente, Stickstoff, Kalium oder Phosphor, um nur wenige Möglichkeiten zu benennen, könnten schlichtweg fehlen. Bodenuntersuchungen helfen weiter. Sie bestimmen unter anderem den PH-Wert. Manche Böden sind zu sauer, andere extrem basisch. So kann beispielsweise Kalk helfen einen zu sauren Boden zu neutralisieren.

Boden umgraben und Kompost selber produzieren

In der Regel folgt das Umgraben des Nutzlandes. Zustand und Beschaffenheit des Bodens geben vor, welche Umgrabetechnik notwendig erscheint. Bewährt hat sich insbesondere die körperlich recht anstrengende, aber ausgesprochen wirksame Methode des tiefen Umgrabens, des so genannten Rigolen. Vielfach reicht das spatentiefe Umwenden der obersten Schicht oder das einfache Belüften des Bodens aus. Manche Gartenbesitzer halten gar nichts vom Umgraben. Und trotzdem ernten sie genügend Gemüse. Ihr Mittel der Wahl ist Kompost. Von diesem brauchen sie reichlich. Ein Komposthaufen sollte in keinem Garten fehlen. Normalerweise sind zwei Komposthaufen angebracht: Während einer ruht, ist der andere im Gebrauch. Kompost ist ein hervorragender Nährstofflieferant, für das Gedeihen von Gemüsepflanzen und Obstbäumen optimal. Zudem lässt sich Kompost problemlos selbst herstellen, kostet keinen Cent und hilft Haus- und Gartenabfälle zu beseitigen.

Regenwasser sammeln und Beete durchdacht anlegen

Da Wasser für alle Pflanzen lebensnotwendig ist, sollten Selbstversorger sämtliche Möglichkeiten der kostenlosen Bewässerung nutzen. Niederschlagswasser ist ideal. Es ist weich, wohl temperiert und nicht chlor- oder kalkhaltig wie Leitungswasser. Zudem ist es kostenlos. Zum Beispiel können Regentonnen oder Regen-Zisternen den Niederschlag unkompliziert auffangen und so für trockene Zeiten Wasser bereitstellen. Mit Hilfe von Gießkannen kann das Regenwasser dann auf die Pflanzen verteilt werden. Sicherlich ist auch der Gartenschlauch als Bewässerungsmöglichkeit einsetzbar. Hierbei ist jedoch der Trinkwasserverbrauch im Auge zu behalten. Automatische Bewässerungssysteme eignen sich vor allem für größere Flächen. Entweder erfolgt das Gießen als Sprühregen von oben oder als Tröpfchenbewässerung von unten. Letztere Variante ist besonders schonend. Pflanzen und Blätter werden geschützt, ausschließlich der Boden wird bewässert.

Beim Anlegen der Beete spielt vor allem der Standort die entscheidende Rolle.
Sonnig sollte dieser sein und windgeschützt. Bewässerungsstelle und Kompost sollten nicht zu weit entfernt liegen, kurze Transportwege sind praktisch. Was bei den Beeten zu beachten ist: Diese müssen für den Gärtner von allen Seiten gut erreichbar sein, ansonsten gestalten sich Pflanzenpflege sowie Ernten als recht mühselig. Wege zwischen und um die Beete sind somit erforderlich. Beetumrandungen können wiederum die Pflanzen schützen und auch noch optisch nett wirken. Einfache Steine eignen sich hierfür bestens.

Das Anlegen eines Selbstversorger Nutzgartens braucht seine Zeit. Sind die ersten Schritte getan, der Boden gut vorbereitet und die ersten Beete angelegt, dann können sich Selbstversorger unter anderem über die Methode des Gemüseanbaus Gedanken machen. Bewährt hat sich die Mischkultur mit Fruchtfolge und Fruchtwechsel, insbesondere der Vier-Jahres-Rhythmus der Beetbelegung ist weit verbreitet.

Was Sie beim Anlegen eines Nutzgartens wissen sollten:





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