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Wachtelstall: Infos zu Maßen, Einstreu und Einrichtung

Wachtelhaltung

Wer Wachteln halten möchte, braucht zwingend einen Wachtelstall, in dem die Tiere nachts einen geschützten Unterschlupf haben. Die Anforderungen an so einen Stall sind nicht besonders hoch. Damit sich die Tiere dort auch wirklich wohlfühlen, sind allerdings ein paar Punkte zu beachten. Das befördert im Übrigen auch das Wachstum und die Eierproduktion.

Wachtelhaltung

Wachtelvögel werden heute in einem privaten Garten meist in Volieren oder in einem Stall gehalten. Häufig findet sich auch eine Kombination aus beiden Haltungsraten, die den Tieren einfach noch mehr Bewegungsfreiheit erlaubt. Sowohl die Voliere als auch der Stall müssen dabei so beschaffen sein, dass sie den Tieren Schutz bieten. Das betrifft insbesondere Fressfeine wie etwa Marder oder Füchse, die vor allem nachts unterwegs sind.

Darüber hinaus braucht es insbesondere für den Stall bestimmte Einrichtungsgegenstände, die den Vögeln ein weitgehend artgerechtes Leben ermöglichen. Ziel ist es dabei stets, dass sie sich rundum wohl und sicher fühlen.

Stallgebäude

Die Ansprüche, die Wachteln an ihren Stall stellen, sind sehr gering. Dabei spielt es vor allem keine Rolle, um welche Art von Stallgebäude es sich handelt. Ein abschließbarer Holzverschlag eignet sich dafür ebenso wie ein Holzschuppen, ein Steingebäude oder auch ein entsprechend großer Kaninchenstall. Der Wachtelstall lässt sich folglich aus Holzbrettern und Leisten relativ leicht selber bauen. Mittlerweile kann man im Fachhandel allerdings auch fertige Ställe kaufen.

Hinweis: Jeder Wachtelstall sollte einen Zugang für Menschen haben und ausreichend mit Licht versorgt sein. Tür und Fenster müssen vor Eindringlingen unbedingt gesichert werden.

Die Maße bzw. die Größe des Stalls hängt vor allem von der Anzahl der Tiere ab, die gehalten werden sollen. Dabei gilt: Zu groß kann der Stall nie sein. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass die Größe sich meist beschränken muss. Dabei sollten für eine artgerechte und stressfreie Haltung bestimmte Mindestmaße nicht unterschritten werden. Folgende Werte sind zu beachten:

  • bis zu drei Wachteln: Mindestgröße von 3 x 2 m
  • 4-7 Wachteln: Mindestgröße von 3 x 3 m
  • bis zu 20 Wachteln: Mindestgröße von 3 x 4 m

Damit wird schon deutlich, dass der Platzbedarf der Tiere relativ gering ist und sich die oben genannten Stallgrößen in der Regel auch in einem kleineren Garten realisieren lassen.

Einrichtung

Egal, ob man sich einen Wachtelstall nun selber bauen oder ihn kaufen möchte – eine viel größere Rolle als das Bauwerk spielt die Einrichtung. Damit ist gemeint, dass der Stallinnenraum in verschiedene Bereiche strukturiert werden muss. Diese Bereiche sind konkret:

  • freier Raum, in dem sich die Tiere bewegen können
  • Futterbereich, um dort fressen und trinken zu können
  • Sandbad für die Gefiederpflege
  • Rückzugsbereich

Wachtelstall

Der freie Bereich sollte etwa die Hälfte der gesamten Stallfläche umfassen. Im Futterbereich sollten die Fress- und Wassernäpfe stets etwas erhöht angebracht werden, damit sich nicht so leicht durch Einstreue oder Kot verunreinigt werden können. Ein Podest in einer Höhe von rund zehn Zentimeter ist dafür ideal.

Der Rückzugsbereich hat eine sehr große Bedeutung in einem Wachtelstall. In ihm können sich die Tiere verstecken, wenn sie mal Ruhe benötigen. Am besten ist er durch eine Brettkonstruktion vom restlichen Bereich des Stalls separiert. Empfehlenswert ist außerdem ihn mit Ästen und Moosen auszustatten. Die Maße dafür sind weitgehend unerheblich.

Schließlich noch der Bereich Sandbad. Dort muss es eine größere Menge feinen Sand geben, in dem die Tiere ihr Gefieder reinigen können.

Tipp: Als Sandbad reicht in der Regel eine kleine Obstkiste aus Holz vollkommen aus. Sie wird mit sehr feinem Sand gefüllt und muss regelmäßig geleert bzw. wieder aufgefüllt werden.

Einstreu

Mindestens ebenso wichtig wie die Einrichtung des Wachtelstalls ist die Einstreu, die den Boden des Stalls auskleidet. Sie dient zum einen dazu, dass so etwas wie eine Wohlfühlatmosphäre für die Tiere entsteht. Viel wichtiger aber noch: Sie hat zum anderen auch die Aufgabe Kot und Urin aufzufangen. Die Reinigung des Stalls erfolgt dann in der Regel darüber, dass die verschmutzte Einstreu entfernt und durch neue ersetzt wird. Grundsätzlich eignen sich dafür viele Materialien, unter anderem:

  • Sägespäne
  • Heu
  • Stroh
  • Rindenmulch
  • feine Holzpelletts

Da die Saugfähigkeit des Materials naturgemäß eine große Rolle spielt, eignen sich nicht alle diese Materialien gleich gut. Ideal sind vor allem Sägespäne als Basis. Diese können stellenweise noch durch Heu oder Stroh ergänzt werden. Gut geeignet sind auch Holzpellets oder Rindenmulch, allerdings kann es hier zu hohen Kosten oder einem erhöhten Aufwand bei der Beschaffung kommen. Den Wachteln ist der konkrete Untergrund weitgehend egal. Er sollte für sie nur bequem und nach Möglichkeit weitgehend sauber sein. Von einem blanken Stein- oder Holzboden ist abzuraten.

Weitere Ausstattung

Wer die Vögel zur Eierproduktion hält, sollte direkt im Stall noch eine Vorrichtung zur Eiablage anbringen. Die muss etwas geschützt platziert, aber relativ leicht zugänglich sein. Es kann sich dabei um eine gepolsterte Kiste oder eine entsprechende Rinne handeln. Gut ist auch, wenn sie etwas erhöht steht. Zur Not macht man sie mit einer simplen Hühnertreppe für die Tiere erreichbar.

Wachtelstall

Volierenhaltung

Alternativ zur Haltung in einem Stall bietet sich für Wachteln natürlich immer auch die Volierenhaltung an. Der Vorteil liegt für die Tiere dabei klar auf der Hand: Sie haben dort in der Regel nämlich mehr Platz zur Verfügung. Außerdem gibt es in den allermeisten Fällen auch größere, meist mit Maschendraht verschlagene Lichtöffnungen. Die Volierenhaltung wäre damit eigentlich sogar der Stallhaltung vorzuziehen. Folgendes ist dabei zu beachten:

  • möglichst heller, windgeschützter Standort
  • Standort sollte nicht in der prallen Sonne stehen
  • Einrichtung und Einstreu analog zum Wachtelstall
  • dabei einen größeren Rückzugsbereich einrichten

Die Tiere können das ganze Jahr über in der Voliere verbleiben. Nur bei wirklich eisigen Temperaturen empfiehlt sich eine Umsiedlung in einen Stall. Alternativ können die offenen Seiten der Voliere im Winter auch nachts mit Decken verhängt werden. Sinnvoll kann dann auch eine Wärmelampe im Inneren sein. Übrigens: Um den Schutz vor Regen muss man sich keine Gedanken machen, da jede Voliere über ein Dach verfügt. Die Feuchtigkeit, die über die offenen Seiten eindringt, können die Vögel ab.