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Salatsorten: alte und neue Salatarten mit Bild | Liste

Salatsorten Salatarten

Ob als Beilage zu Fleisch, Nudeln und anderen Lebensmitteln, oder als Hauptmahl-zeit für die vegetarische oder gar vegane Ernährung, Salat ist seit jeher ein elementarer Bestandteil unseres Speiseplans. Frisch, gesund und abwechslungsreich er-gänzt er unser sonstiges Nahrungsangebot hin zu einer ausgewogenen und umfassenden Versorgung unseres Körpers. Wie vielfältig und groß die Welt der Salatsorten tatsächlich ist, wird in der folgenden Übersicht aller wie neuer Salatarten deutlich.

Anbau und Aufzucht

Obwohl es eine nahezu kaum überschaubare Vielfalt an Salatsorten gibt, gleichen sich doch die meisten Salatarten zumindest in Bezug auf Aufzucht und Anbau. Da Salate generell eher zierlich wachsen und selten über kräftige und tiefgehende Wurzeln verfügen, freuen sich alle Salatarten über einen lockeren und gut drainfähigen Boden, der Staunässe vermeidet. Eine gute Wasserversorgung ist allerdings unerlässlich, da alle Salatsorten auf Grund ihrer dünnen Pflanzenhaut recht schnell Feuchtigkeit verlieren und bei mangelnder Versorgung welken und im Extremfall absterben. Ebenso sollte ein Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung gerade bei der Anpflanzung im Hochsommer gewährleistet werden, um ein verbrennen der zarten Pflanzen zu verhindern.

Während flächig wachsende Salatarten, wie Feldsalat und Rauke, direkt ins Freiland eingesät werden, empfiehlt sich für einzelständige Arten meist eine Aufzucht im Pflanzgefäß mit anschließender Umsetzung in das Freiland.

Die meist schnellwachsenden Salate benötigen selbstverständlich eine gute Versorgung mit allen gängigen Nährstoffen, allerdings kann die Düngung wegen der kurzen Wuchszeit meist auf die Bodenvorbereitung, oder zumindest nur wenige Düngergaben beschränkt werden.

Bekannte und weit verbreitete Salatsorten

Wer das den Begriff Salat hört, hat sicherlich meist ein ganz konkretes Bild vor Au-gen. Meist geht es dabei um die folgenden, bei uns weit verbreiteten und nahezu überall erhältlichen Salatarten.

Eisbergsalat

Kopfsalat und Eisbergsalat
Kopfsalat und Eisbergsalat
  • Anbau- und Erntezeit: im Freiland Mai bis Oktober
  • Erscheinung: kompakter Salatkopf mit eng anliegenden, festen, hellgrünen bis weißlichen Blättern
  • Geschmack/Verzehr: knackig, frisch, hoher Wasseranteil
  • Lagerung: gekühlt bis zu einer Woche möglich
  • Ursprung: Nordamerika

Besonderheiten: Name stammt von dem Eis, mit dem sie früher auf der Überfahrt aus ihrem Ursprungsland gekühlt wurden

Kopfsalat

  • Anbau- und Erntezeit: im Freiland Mai bis November
  • Erscheinung: mittelfester Salatkopf mit lose anliegenden Blättern, kräftige Grünfärbung junger und älterer Blätter
  • Geschmack: mild und zart, ca. 95% Wasseranteil
  • Lagerung: nur bedingt lagerfähig, wird schnell welk, gekühlt bis zu zwei Tage

Besonderheiten: zählt zu den am weitesten verbreiteten Salatsorten für den heimischen Anbau

Lollo Rosso

Lollo Rosso

  • Anbau- und Erntezeit: im Freiland Sommermonate, Verfügbarkeit im Winter vor allem durch Lieferung aus mediterranen Ländern
  • Erscheinung: stark krause Blätter, dunkelrote Blätter mit dunkelgrünen Stilen
  • Geschmack: kräftig und intensiv mit starker Bitternote
  • Lagerung: gekühlt nur wenige Tage lagerbar, danach Verwelken der Blätter und rasche Abnahme der Blattfestigkeit und des Geschmacks

Besonderheiten: hoher Anteil an Anthocyanen in den rot gefärbten Blattanteilen, die als Fänger freier Radikale im Körper gelten

Lollo Bionda

  • Helle Variante des Lollo Rosso

Eigenschaften und Anbau vergleichbar, an Stelle roter Blattanteile hier dunkelgründe Färbung, daher auch geringerer Anteil an Anthocyanen

Eichblattsalat

Eichblattsalat und Endiviensalat
Eichblattsalat und Endiviensalat
  • Anbau- und Erntezeit: Juni bis Herbst
  • Erscheinung: ähnlich dem Lollo, Blätter aber eher gewellt als gezackt, Blattränder erinnern an die namensgebenden Eichenblätter; in roter und grüner Färbung erhältlich; vergleichsweise zarte Blattstrukturen
  • Geschmack: nussig und aromatisch
  • Lagerung: gekühlt wenige Tage lagerbar

Besonderheiten: hoher Anteil an Anthocyanen in den rot gefärbten Blattanteilen, die indes als Fänger freier Radikale im Körper gelten

Endiviensalat

  • Anbau- und Erntezeit: September bis November
  • Erscheinung: grasgrün mit gelblichem Herzstück, Variante Frisée mit zur Spitze hin stark zerzausten Blättern, Variante Escariol mit glatten, lediglich leicht gewellten Blättern
  • Geschmack: stark bitterer Geschmack durch Bitterstoff Lactucopikrin
  • Lagerung: gekühlt einige Tage bis zu einer Woche haltbar, auf Grund der Erntezeit bis in den November aber lange frisch aus dem Garten zu genießen

Besonderheiten: hoher Inhalt an Mineralstoffen, Betacarotin und Folsäure, Bitterstoffe lassen sich durch lauwarmes Wasser teilweise auswaschen, um einen milderen Geschmack zu erreichen

Chicorée

Chicorée

  • Anbau- und Erntezeit: Oktober bis April
  • Erscheinung: kompakter, länglicher Kopf mit weißlichen Blättern mit zartgrünen Spitzen, Größe deutlich unter sonstiger Salatgröße
  • Geschmack: intensiv bis herb-bitter
  • Lagerung: gekühlt besser lagerbar, als die meisten anderen Salatsorten, durch kontrollierte Aufzucht aus der Knolle aber über den ganzen Winter frisch erhältlich

Besonderheiten: Aufzucht als Austrieb aus Chicoréeknolle, daher über den Winter frisch erhältlich, enthält viel Kalium, Magnesium, Calcium und Betacarotin, Bitterstoffe gelten als verdauungsfördernd

Radicchio

Radiccio
junger Radiccio
  • Anbau- und Erntezeit: Sommermonate, etwas Juni bis September
  • Erscheinung: glatte rote Blätter mit weißer Maserung, runder, recht kompakter Kopf, der an Kohl erinnert
  • Geschmack: bitter-herber Geschmack
  • Lagerung: gekühlt bis zu einer Woche haltbar

Besonderheiten: enthält viele Mineralien, Vitamine und Eisen

Feldsalat

Feldsalat

  • Anbau- und Erntezeit: November bis Februar
  • Erscheinung: sattgrüne, kleine Blätter, die in einzelnen Röschen geerntet werden
  • Geschmack: kräftig nussig
  • Lagerung: schwierig, im Kühlbeutel im Kühlschrank sehr begrenzt über wenige Tage möglich

Besonderheiten: enthält Vitamin C, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Folsäure und Beta-Carotin in weit höherem Anteil, als die meisten anderen Salatsorten

Alte Salatsorten

Neben den bekannten und verbreiteten Salatarten gibt es aber auch Salate, die bei uns heute in Vergessenheit geraten sind und erst Stück für Stück wieder Einzug in unsere Gärten und Küchen halten. Einige davon haben den Schritt zurück in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit bereits geschafft, andere dagegen sind zwar bekannt, werden aber kaum als Salat oder überhaupt verzehrfähige Pflanze wahrgenommen.

Rucola/Rauke

Rucola

  • Anbau- und Erntezeit: Juni bis Ende Sommer
  • Erscheinung: einzeln stehende, lange schmale Blätter mit gewelltem Rand
  • Geschmack: nussig bis scharf
  • Lagerung: gekühlt recht gut bis zu einer Woche lagerbar

Besonderheiten: lange Zeit eher als Unkraut angesehen, seit Einzug der italienischen Küche wieder sehr beliebt

Romana/Römersalat

Römersalat

  • Anbau- und Erntezeit: Spätsommer, vor allem September / Oktober
  • Erscheinung: feste, knackige Blätter mit länglichem Wuchs, stark ausgeprägte Rippen weißlich, Blätter zunehmend dunkelgrün einfärbend
  • Geschmack: knackig und frisch
  • Lagerung: gekühlt recht gut lagerbar bis hin zu einer Woche

Besonderheiten: bekannt aus dem „Cesar´s Salade“, jedoch bereits zu Zeiten der Römer im europäischen Raum kultiviert, vor allem Salatherzen sehr beliebt, hoher Anteil an Vitaminen A und C, sowie Eisen

Teufelsohr

  • Anbau- und Erntezeit: Spätsommer bis Herbst
  • Erscheinung: feste, knackige Blätter mit länglichem Wuchs, sattgrüne Blattfärbung mit roten „Teufelsohren“ an den Spitzen
  • Geschmack: knackig und frisch
  • Lagerung: gekühlt einige Tage bis zu einer Woche lagerbar

Besonderheiten: alte Form des bekannteren Romana-Salats

Forellenschluss

  • Anbau- und Erntezeit: Spätsommer
  • Erscheinung: feste, leicht gewellte Blätter in hellem grün mit roten Sprenkeln, ähnlich der Färbung der namensgebenden Forellenhaut
  • Geschmack: mild bis herb
  • Lagerung: gekühlt wenige Tage

Besonderheiten: Unterart des Romana-Salats, nie völlig in Vergessenheit geraten, aber zeitweise von anderen, moderneren Arten verdrängt

Löwenzahn

Löwenzahn

  • Anbau- und Erntezeit: ganzjährig außerhalb der Frostperioden
  • Erscheinung: Solitärpflanzen mit langen, schmalen Blättern, sattgrüne Färbung mit gewelltem oder gezacktem Rand
  • Geschmack: nussig herb
  • Lagerung: nur wenige Tage lagerfähig, auf Grund der nahezu ganzjährigen Verfügbarkeit aber wenig Lagerbedarf

Besonderheiten: Heute eher als Unkraut bekannt, Blätter jedoch gut verzehrbar und in früheren Zeiten auf jedem einfachen Speiseplan zu finden

Trotzkopf

  • Anbau- und Erntezeit: Sommersalat, Ernte in den Sommermonaten Juni bis Oktober, spätschießend und schnellwachsend
  • Erscheinung: kopfbildend, zarte flächige Blätter mit auffälliger Färbung von Grün am Ansatz zu dunkelrot am Rand, leicht krause oder gewellte Ausbildung der Blattenden
  • Geschmack: zart und mild
  • Lagerung: nur bedingt lagerfähig, gekühlt nur wenige Tage

Besonderheiten: älteste, namentlich bekannte, deutsche Kopfsalatsorte

Spargelsalat

Spargelsalat

  • Anbau- und Erntezeit: Sommer- und Herbstmonate
  • Erscheinung: zum Erntezeitpunkt hochaufgeschossen, klar erkennbarer Strunk mit seitlich abgehenden Blättern
  • Geschmack: erinnert an den namensgebenden Spargel, jedoch herber und mitunter bittere Beinoten
  • Lagerung: gekühlt bis zu einer Woche lagerbar

Besonderheiten: früher als Ersatz für den echten Spargel verwendet, Salate werden dafür bis zum „Schießen“ stehen gelassen und kurz vor der Knospenbildung geerntet, durch entstehende Bitterstoffe beim Schießen Blätter ungenießbar, Strunk ist zu schälen und dann roh oder gekocht zu verzehren, kann grundsätzlich aus jedem Salat gezogen werden, besondere Sorten aber besonders stark strunkbildend und daher ergiebiger

Hirschzunge

  • Anbau- und Erntezeit: Juli bis Oktober
  • Erscheinung: kompakte, kleine Köpfe mit dreieckigen, an Hirschzungen erinnernde Blätter, dunkelgrüne Färbung
  • Geschmack: fleischig knackig mit außerordentlicher Süße
  • Lagerung: kaum lagerfähig, da schnell verwelkend

Besonderheiten: sehr langsam schießend, gilt daher als Ganzjahressalat