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Rhabarber düngen: womit und wie oft? 6 Rhabarberdünger

Rhabarber düngen

Der Rhabarber, dieses Knöterichgewächs mit seinen langen, fleischigen und meist stark säuerlichen Stängeln mutet zunächst seltsam an, wenn man dabei eine verzehrfähige Pflanze im Hinterkopf hat. Durch seine unkomplizierte Aufzucht und seine Vielseitigkeit in der Verwendung erfreut er sich aber seit langem großer Beliebtheit. Damit sich die Rhabarber-Pflanzen gut entwickeln und die eigene Ernte reichhaltig ausfällt, wollen die Stauden trotz ihrer geringen Ansprüche jederzeit gut mit Nährstoffen versorgt sein. Wir verraten Ihnen, wie, wann und womit Sie Rhabarber düngen.

Anforderungen der Rhabarber-Pflanze

Die Rhabarberstaude bevorzugt humus- und nährstoffreiche, feuchte Böden. Diese liefern ihm eine gleichbleibende Versorgung mit Nährstoffen und Wasser. Da die Staude mehrjährig ist und am selben Standort bis zu zehn Jahre lang beständig an Größe und somit auch Ertrag zunimmt, ist eine Zufuhr von Mineralien über Kurz oder Lang kaum zu vermeiden. Da der Starkzehrer zwar einen hohen Bedarf hat, aber keine besonders einseitig ausgeprägten Anforderungen vorweist, ist ausgewogenes Rhabarber düngen optimal. Spezielle Rhabarberdünger gibt es dagegen nicht. Wie die meisten anderen Pflanzen auch, bedarf der Rhabarber große Mengen folgender Kernnährstoffe:

  • Stickstoff
  • Phosphor
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Schwegel
  • Spurenelemente

Beispiele effektiver Rhabarberdünger und ihr Düngezeitpunkt

Eine gute Mischung dieser Inhaltsstoffe findet sich in zahlreichen natürlichen Düngern, so dass auf chemische Präparate meist vollständig verzichtet werden kann. Sind diese vorhanden, eignen sie sich aber selbstverständlich im selben Maße. Bewährte natürliche Rhabarberdünger sind diese:

Rhabarber düngen
Pferdemist und Gartenkompost
  1. Pferdemist:
    • optimaler Weise bereits im Januar um die Staude ausgebracht, so dass Nährstoffe bereits bei einsetzendem Wuchs vorhanden sind
    • Mist schützt zudem vor intensivem Frost
    • nach Beginn des Wachstums bis zur Ernte nicht mehr ausbringen
  2. Gartenkompost:
    • unmittelbar nach der Pflanzung in dicker Schicht um die Staude ausbringen
    • später während des Wuchses ca. März bis Mai wöchentlich eine dünne Schicht aufbringen und in den Boden einarbeiten
  3. Brennnesseljauche:
    • als intensive Stickstoffquelle nach Ende der Erntezeit für die Erholung der Pflanze unerlässlich
    • zunächst großzügige Düngung
    • im Jahresverlauf Düngermenge und -häufigkeit reduzieren
  4. Hornmehl und Hornspäne:
    • Stickstoffquelle, siehe Brennnesseljauche
  5. Stallmist, idealerweise Pferdeäpfel:
    • Stickstoffquelle, siehe Brennnesseljauche
  6. Guano:
    • Stickstoffquelle, siehe Brennnesseljauche
Rhabarber düngen
Hornspäne

Überdüngung – wann es zu viel des Guten ist

Selbstverständlich besteht auch bei Rhabarberdünger die Gefahr der Überdüngung. Allerdings verträgt Rhabarber auf Grund seiner Eigenschaft als Starkzehrer selbst recht starke Düngergaben ohne Probleme und benötigt schon einiges an „zu viel“ erfolgtem Düngen, bis er tatsächlich Schaden nimmt. Die Anzeichen einer Überdüngung entsprechen denen vieler anderer Pflanzen und äußern sich wie folgt:

  • vergilben der Blätter, später auch der Stile
  • Bildung brauner Flecken von den Blatträndern aus, einhergehend mit Vertrocknen der betroffenen Bereiche
  • schließlich Absterben der Blätter, ohne Energielieferant aus der Photosynthese nachfolgend auch der zugehörige Stängel

Wird eine Überdüngung frühzeitig erkannt, lässt sich mit einem Stopp der Düngergaben und einer Steigerung der Wasserzufuhr noch einiges Retten. Bereits vertrocknete Blätter sind dagegen verloren und sollten zur Entlastung der Staude entfernt werden.

TIPP: Vergilben die Blätter, ohne bereits den Stiel zu beeinträchtigen, lohnt meist eine rasche Ernte, da eine Verwertung der Stile dann problemlos und meist ohne Qualitätseinbußen möglich ist. Vergilben bereits die Stängel, sollte auf ein Verzehr dagegen verzichtet werden.