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Apfel ‚Braeburn‘ | Herkunft, Nährwerte & Geschmack

Der ‚Braeburn‘ ist eine der wichtigsten Sorten aus Neuseeland. Angebaut wird sie seit 1990 kommerziell, entdeckt wurde sie 1952 von einem Obstbauern mit dem Namen Moran. Sie zeichnet sich durch zwei Farben aus. Der Name für die Sorte wurde passenderweise nach dem Ort des ersten Anbaus, den Braeburn Orchards, gewählt.

Steckbrief

HerkunftNelson in Neuseeland
TypHerbstapfel
Standortanforderungensonnig bis absonnig, Halbschatten wird toleriert, nährstoffreich, humos, stickstoffarm
Wuchsbreite200 bis 300 cm
Wuchshöhe200 bis 400 cm
Wuchsmittelstark, aufrecht, ausladende Krone, neigt zur Vergreisung
Anfälligkeit für KrankheitenApfelschorf, Braeburn Browning Disorder
Fruchtgroß, goldgelb mit roten Streifen, gleichmäßige Form, festes und saftiges Fruchtfleisch
Geschmackintensives Aroma, süße und saure Noten gut ausbalanciert
Ertraghoch, regelmäßig
ErntezeitMitte Oktober bis Anfang November
GenussreifeMitte Oktober bis Mitte Februar
Lagerfähigkeithervorragend, lagerfähig von Oktober bis Februar
VerwendungszweckeTafelapfel, Wirtschaftsapfel, Backwaren, Kochapfel, Kompott, Säfte, Salate
Informationen für Allergikerunverträglich

Besonderheiten

Braeburn

Die Varietät ist neben ‚Royal Gala‘ eine der zwei besonders wichtigen Sorten aus Neuseeland und es haben sich über die Jahre der Kultivierung einige weitere Typen aus der Sorte entwickelt. Diese verfügen an sich über die gleichen Eigenschaften wie die ursprüngliche, nur unterscheiden sie sich in der Farbe und Form ein wenig. Typische Varianten der Sorte sind:

  • Braeburn Hillwell
  • Hidala
  • Mahana Red
  • Royal Braeburn
  • Southern Rose

Der ‚Hillwell‘ ist von diesen Typen der bekannteste. Grund dafür ist die Farbe. Im Vergleich zur Stammform ist ‚Hillwell‘ intensiv rot und hebt sich somit deutlich ab.

Wenn Sie sich für den Anbau der Sorte entscheiden, stehen Ihnen Äpfel mit einer großen Ladung Vitamin C zur Verfügung. 100 Gramm des Apfels enthalten 24 Milligramm Vitamin C, was etwa einem Viertel des täglichen Bedarfs entspricht. Je nach Gewicht der Äpfel reichen zwei bis drei aus, um den Tagesbedarf zu decken. Aufgrund des angenehmen Aromas verzehren die Sorte selbst Kinder gerne.

Um der sortentypischen Alternanz vorzubeugen, müssen Sie die Bäume gut pflegen und regelmäßig schneiden. Besonders gut geeignet sind dafür Maßnahmen zur Ausdünnung, was den Energiehaushalt der Sorte stabilisiert. Sie sollten die Schnittmaßnahmen nicht versäumen, da sonst mit jedem Jahr die Erträge geringer werden.

Da die Sorte aus Neuseeland stammt, ist sie an wärmere Temperaturen gewöhnt. Aus diesem Grund eignet sich der Anbau nur in wärmeren Gebieten Mitteleuropas, was zum Beispiel den Norden oder Osten Deutschlands ausschließen könnte. Weinbaugebiete sind besonders empfehlenswert. Rechnen Sie beim Anbau mit einer langen Vegetationsperiode. Die Bäume benötigen recht lange, bis sie die ersten Früchte tragen.