Apfel ‚Remo‘ | Beschreibung, Befruchter & Co.

Remo Apfelsorte

‚Remo‘ ist eine mehrfach resistente und äußerst robuste Apfelsorte, die am Institut für Obstforschung des Julius-Kühn-Instituts in Dresden-Pillnitz gezüchtet wurde. Als Elternsorten wurden ‚James Grieve‘ und ein schorfresistenter Japanischer Wildapfel (bot. Malus floribunda) verwendet. Der Apfel wurde 1990 für den Handel freigegeben und wird als Pollenspender oder Bienenweide verwendet.

Steckbrief

Herkunft Deutschland
Typ Herbstapfel
Standortanforderungen sonnig bis halbschattig, normal, durchlässig, Gartenboden
Wuchs schwach oder mittelstark, Krone locker, Äste dünn, hängend
Wuchsbreite 250 bis 350 cm
Wuchshöhe 300 bis 450 cm
Blütezeit April bis Mai
Frucht mittelgroß, gelbgrün, Deckfarbe rot, bereift, Berostung in Netzform, grobzellig, weiches Fruchtfleisch, saftig
Geschmack sauer, würzig, herb
Ertrag hoch, regelmäßig
Erntezeit Mitte September
Genussreife Ende September bis November
Lagerfähigkeit schlecht
Verwendungszwecke Saftapfel, Mostapfel, Kochapfel, Backapfel; idealer Apfel für Strudelgebäck
Informationen für Allergiker unbekannt

Besonderheiten

Remo

Der größte Vorteil an der Kultivierung von ‚Remo‘ ist die hohe Resistenz gegen eine Vielzahl von Krankheiten, die typischerweise Apfelbäume befallen. Besonders resistent ist die Apfelsorte gegen die folgenden Krankheiten:

  • Apfelschorf
  • Feuerbrand
  • Mehltau

Das erleichtert die Kultivierung der Sorte ungemein, da keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen. Für Selbstversorger ist das ein wichtiger Punkt bei der Sortenwahl. Gerade die hohe Resistenz gegen Apfelschorf und Feuerbrand ist hier zu nennen, da durch diese die Bäume in ungeeignete Lagen gepflanzt werden können.

Ein Aspekt bei der Pflege der Bäume ist die nicht vorhandene Alternanz. Da diese fehlt, müssen Sie ‚Remo‘-Äpfel nur selten auslichten, um die Vitalität zur Ausbildung des jährlichen Fruchtertrags zu erhalten. Die Sorte erweist sich als entsprechend pflegeleicht und bildet schon innerhalb kurzer Zeit nach der Pflanzung die ersten Früchte aus. Haben sich die Bäume etabliert, kann mit einem regelmäßigen Ertrag gerechnet werden. Optimiert wird dieser durch Befruchter:

Ebenso können Sie die Varietät selbst als Befruchtersorte verwenden, wenn andere Apfelbäume im Garten vorhanden sind. Die Befruchter können sich sogar untereinander befruchten, was die Kultivierung erleichtert.