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Apfel ‚Berleis‘ | Geschmack & Co.

‚Berleis‘ ist eine moderne Apfelsorte, die von Mathias Markl in Weilheim aus dem ‚Roten Berlepsch‘ und dem ‚Roten Eisner‘ nach ökologischen Prinzipien gezüchtet wurde. Sie wurde erstmals 1991 im Lehrgarten des Züchters entdeckt. Sie ist beliebt in Hausgärten, da sie robust und resistent gegen eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen ist.

Steckbrief

SynonymRoter Weilheimer
HerkunftDeutschland
TypWinterapfel
Standortanforderungensonnig bis halbschattig, nährstoffreich, feucht
Wuchsstark, breitwüchsig, gut verzweigt, Leitäste stehen schräg
BlütezeitApril bis Mai
Resistenz gegen KrankheitenApfelschorf, Mehltau, Fruchtmonilia, Zweigmonilia
Resistenz gegen SchädlingeBlattläuse, Apfelwickler
Fruchtmittelgroß bis groß, grüngelb, rote Deckfarbe, glatte und fettige Schale, festes Fruchtfleisch, feinzellig
Geschmacksüß, aromatisch, feine Säure
Ertragmittelmäßig, regelmäßig
ErntezeitAnfang Oktober bis Mitte Oktober
GenussreifeAnfang Dezember bis Juni
Lagerfähigkeithervorragend
VerwendungszweckeTafelapfel, Lagerapfel, Saftapfel, Apfelringe, Apfelmus, Direktverzehr
Informationen für Allergikerverträglich

Besonderheiten

Berleis

Der Anbau von ‚Berleis‘ ist nicht ohne Kosten verbunden, wenn die Kultivierung kommerziell stattfinden soll. Der Grund dafür ist der Sortenschutz. Ohne die Genehmigung des Züchters oder des zuständigen Vermarkters der Sorte darf diese nicht ohne Zulassung kommerziell genutzt werden. Werden die Bäume für den Privatgebrauch gepflanzt, wird keine Zulassung benötigt. Das muss vor der Anschaffung der Exemplare unbedingt beachtet werden, um mögliche Probleme zu vermeiden, die durch eine fehlende Zulassung auftreten könnten.

‚Berleis‘ ist eine beliebte Sorte für den Anbau im Selbstversorgergarten. Sie ist äußerst robust und hält eine Vielzahl von Wetterbedingungen aus, die die Kultivierung in rauen Lagen ermöglichen:

  • sturmfest
  • Hagel
  • starke Regenfälle
  • kalte Winter

Sie gehört zu den witterungsbeständigen Sorten und hat keine besonderen Ansprüche an den Standort oder Boden. Einzig genügend Platz benötigen die Exemplare aufgrund des kräftigen Wuchses. Wird ‚Berleis‘ nicht im Frühling zurückgeschnitten, wächst der Baum dem Gärtner gerne über den Kopf. Ausgelichtet werden müssen die Bäume dagegen nicht, da die gute Verzweigung nicht zur Alternanz neigt. Einzig der jährliche Rückschnitt ist notwendig, um eine reiche Ernte zu garantieren.

Ein großer Vorteil an ‚Berleis‘ ist die Möglichkeit, sie in jeder bekannten Wuchsform zu kultivieren. Hochstamm, Spalier oder als Busch sind nur einige der Formen, die die Sorte annehmen kann. Das optimiert die Kultivierung und spart im Idealfall Platz, wenn mehrere Exemplare gepflanzt werden. Früchte der Varietät faulen weder im Lager, noch während sie am Baum hängen.