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55 Chilisorten im Überblick | Interessante Sorten für den Eigenanbau

Chilisorten

Unzählige Chilisorten bieten eine große Vielfalt an Exemplaren, die in erster Linie in fünf Artengruppen und zusätzlich in Schärfegrad von eins (mild) bis zehn (feurig scharf) einteilen. Zusätzlich sind fruchtige Geschmacksnuancen ebenso erhältlich, wie süße Chilis. Welche es gibt, die für den hiesigen Anbau geeignet sind, wird im Folgenden verraten.

Fünf Chili-Artengruppen

  • Capsicum annuum
  • Capsicum baccatum
  • Capsicum chinense
  • Capsicum frutescens
  • Capsicum pubescens

Chilisorten der Capsicum annuum

Die Capsicum annuum, auch als Spanischer Pfeffer bekannt, ist die am weitesten verbreitete Chiliart, der auch die herkömmliche Gemüsepaprika mit einem milden, süßlichen Geschmack angehört. Erhältlich ist diese bis Schärfegrad 10. Sie ist gleichermaßen unter den erfahrenen Hobbygärtner sowie Anfängern beliebt, weil sie ertragreich ist und gelegentliche Pflegefehler verzeiht.

Corno di Toro: 20 Zentimeter Länge erreichen die Chilischoten der Corno di Toro. Sie weisen ein dickes Fruchtfleisch auf und bestechen durch einen süßen Geschmack ohne jegliche Schärfe.

  • Schärfegrad 0

Tequila Sunrise: Gelbe, circa 15 Zentimeter lange Chilis, die mit einer orangenen Farbe einen echten Hingucker bildet. Das Aroma ist leicht fruchtig.

  • Schärfegrad 1

Anaheim: Sehr beliebt in hiesigen Gefilden ist die milde Anaheim-Sorte. Die Schoten sind dickfleischig und in Grün oder Rot erhältlich. Aufgrund verschiedener Untersorten wie die Anaheim-Kalifornien oder Anaheim-New-Mexican, variiert der

  • Schärfegrad zwischen 1 und 3.

Candlelight: Rote Chilis mit einem milden, leichten Aroma.

Chilisorten Candlelight

  • Schärfegrad 2

Chilhuacle Negro: Bei der Chilhuacle Negro handelt es sich um eine milde Sorte mit einem Hauch von rauchigem Aroma. Vor allem in der mexikanischen Küche ist sie sehr beliebt, wo sie insbesondere als Gewürzpaste sowie in Moles Verwendung findet. Ihre Schoten sind braun.

  • Schärfegrad 2

Aconcagua: Argentinische, rote und dickfleischige Sorte mit aromatischer Süße und einem

  • Schärfegrad zwischen 2 bis 3.

Caloro: Orangefarbene Schoten mit rund zehn Zentimeter Länge, einem fruchtigen Aroma und

  • Schärfegrad 3

Apache: Sehr ertragreiche Chilisorte mit roten Schoten. Die Pflanzen wachsen recht klein und eignen sich optimal für die Topfpflanzung.

  • Schärfegrad 4

Cascabel: Die Cascabel bildet rund-ovale, rote Schoten. Im getrockneten Zustand rasseln diese beim Bewegen, weshalb sie diesen Namen erhielt, der übersetzt „Rassel“ bedeutet. Neben ihrer mittleren Schärfe weist sie ein süßliches Aroma auf.

  • Schärfegrad 4

Fish Pepper: Fish Pepper Chili kann auf eine lange Geschichte bis zur 19/20 Jahrhundertwende zurückblicken. Die Pflanze wächst kompakt, was sie perfekt für die Topfkultivierung macht. Grün-weiß gestreifte Früchte wechseln mit zunehmendem Reifegrad zu Rot. Ein mildes Aroma und eine angenehme Schärfe machen diese Sorte vor allem zu einer beliebten Zutat bei Fischgerichten.

  • Schärfegrad 4

Jalapeño: Zu den bekanntesten Chilisorten zählt vor allem die Jalapeño, zu der einige Untergruppen wie Hot Jalapeño oder Tam Jalapeño gehören. Sie besitzen alle fleischige und saftige Schoten, die an ihrer spitz zulaufenden Form erkennbar sind. Ihr Verwendungszweck ist breitflächig und erstreckt sich insbesondere über Salsas, als gebratenes oder gegrilltes Gemüse bis hin zum Pizzabelag.

Jalapeño

  • Schärfegrad je nach Sorte zwischen 5 und 7

 Yellow Cayenne: Mit der Yellow Cayenne beginnt der Übergang zu den wirklich scharfen und sehr scharfen Chilis. Sie besitzt lange, gelbe Früchte und den

  • Schärfegrad 6

Bulgarian Carrot: Den Namen verdankt diese Chilisorte den karottenförmigen sowie -farbigen Schoten. Eine gute Schärfe wird begleitet von einem süßlichen Aroma. Besonders für Saucen und Dips findet die Bulgarian Carrot Verwendung.

  • Schärfegrad 6 bis 7

Trifetti/Variegata: Farbliche Akzente setzt diese Chilisorte durch rot-violette Schoten. Für Liebhaber der scharfen Küche bietet sie den

  • Schärfegrad 7

De Arbol: Weil die Verholzung rasch vorantreibt, wie diese Sorte auch „Tree-Pepper“ genannt. Frühreif weisen die Schoten eine grüne Farbe auf, die mit zunehmender Reife zu Rot wechselt. Getrocknete Schoten bestechen durch ein rauchiges Aroma.

  • Schärfegrad 7

Bolivian Rainbow: Eine kompakte Wuchsform erlaubt den Anbau im Topf und als Zimmerpflanze. Einen stilvollen farblichen Kontrast bilden die Blätter in Dunkelviolett zusammen mit weißen Blüten. Sie bildet kleine Schoten, die sich zuerst in violett zeigen und mit zunehmender Reife zu einem kräftigen Rot wechseln. Sie sind scharf, aber verfügen über ein eher geringes Aroma.

Bolivian Rainbow

  • Schärfegrad 7

Mushroom Red/Yellow: Mit ihrer pilzartigen Form besitzt diese Chilisorten den passenden Namen. Die dünnwandigen Chilischoten in Rot oder Gelb bilden eine kräftige Schärfe, die vor allem in Soßen und Salsas für das besondere Etwas sorgen.

  • Schärfegrad 7

Black Namaqualand: Mit einem kompakten, buschigen Wuchs und einer Wuchshöhe von circa 60 Zentimetern, eignet sich diese Chilisorte hervorragend für den Anbau im Kübel. Die Schoten wechseln ihre Farbe je nach Reifegrad, von Schwarz nach Rot. Dekorative Akzente setzen die Blüten in Dunkelviolett.

  • Schärfegrad 7 bis 8

Bonsai-Chili: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine rote Mini-Chili, die vor allem in der asiatischen Küche Verwendung findet. Sie stammt ursprünglich aus Italien und wächst hier sehr scharf heran. Schärfegrad 8

Cayenne: Vor allem der Cayenne-Pfeffer als schwarze Würzmittel bekannt. Als Schote besticht die Cayenne-Chilisorte mit einer beißenden Schärfe und einem leicht rauchigen Aroma. Die grüne Schotenfärbung geht mit zunehmendem Reifegrad zu Rot über, wo sie ihren höchsten

Cayenne

  • Schärfegrad von 8 erreicht.

Cayenne Golden: Die Cayenne Golden weist nahezu gleiche Eigenschaften wie die Cayenne auf. Der einzige Unterschied liegt in der Fruchtfarbe, die sich bei dieser Sorte in einem leuchtenden Gelb zeigt.

Royal Black: Mit lilafarbenen Blüten bereichert sie Gärten und Balkone. Die dunkelvioletten Schoten sind sehr scharf und besitzen den

  • Schärfegrad 8

Chiltepin: Sie zählen zu den kleinsten Exemplaren unter den Sorten, bringen aber eine feurige Schärfe mit, die nur denjenigen vorbehalten sein sollte, die starke Schärfe gewohnt sind.

  • Schärfegrad 9

Black Cluster: Die schwarzen Schoten der Black Cluster zählen zu den schärfsten aller hier genannten Chilisorten der Capsicum annuum.

  • Schärfegrad 10

Chilisorten der Capsicum baccatum

Die Capsicum baccatum erfreut sich vor allem in Süd- und Mittelamerika großer Beliebtheit. Sie zeichnet sich durch ein zartes Fruchtaroma aus.

Capsicum baccatum

Aji Pineapple: Mit einem außerordentlichen Fruchtaroma, das dem einer Ananas gleicht, zeigt sich die Aji Pineapple, die insbesondere als Zutat in fruchtigen Salaten und Soßen Verwendung findet. Sie eignet sich gleichermaßen für den Anbau im Garten und im Topf/Kübel.

  • Schärfegrad 7

Bishops Crown: Der Fruchtform, die an eine Bischofsmütze erinnert, verdankt diese Chilisorte ihren Namen. Sie zeichnet sich durch einen aromatischen Geschmack und dickfleischige Schoten aus. Die einzelnen Früchte bilden eine unterschiedliche Schärfe, weshalb der

  • Schärfegrad zwischen 5 und 6 variiert.

Lemon Drop: In einer Tropfenform präsentieren sich die länglichen Chilischoten der Sorte „Lemon Drop“. Die Schärfe harmoniert perfekt mit einem Limonen-Aroma.

  • Schärfegrad 7

Rainforest: Auffallend kleine Früchte trägt die Sorte „Rainforest“. Im Geschmack ähnelt sie sehr der Lemon Drop und weist ein fruchtiges Zitrusaroma auf, wobei sie einen höheren

  • Schärfegrad von 8 besitzt.

Chilisorten der Capsicum chinense

Wenngleich aufgrund des Namens China als Herkunftsland vermuten lässt, so stammt sie tatsächlich aus Südamerika. Hierunter befinden sich die schärfsten Chilisorten, die in Mitteleuropa angebaut werden können. Auf fruchtige Aromen muss nicht verzichtet werden. In der Pflege ist diese Chiliart etwas anspruchsvoller.

Capsicum chinense

Aji Dulce Amarillo: Orange-gelbe Schoten bildet diese Sorte, die von einem intensiven Fruchtaroma und minimaler Schärfe umgeben werden.

  • Schärfegrad 0

NuMex Suave Orange: Mit einer milden Schärfe präsentiert sich die NuMex Suave mit orangefarbenen Früchten. Sie weist ein sehr fruchtiges Aroma auf.

  • Schärfegrad 1 bis 2

Aji Panca/Aji Brown: Mit einer angenehmen Schärfe überzeugen die braunen Schoten der Chilisorte Aji Panca, die auch als Aji Brown bekannt ist.

  • Schärfegrad 4

Jamaican Hot Chocolate: Ein sehr rauchiger, karibischer sowie leicht fruchtiger Geschmack geht von diesen Chilis aus. Sie Schoten sind dunkelbraun. Die Pflanze wächst kompakt buschig und wird maximal 90 Zentimeter hoch.

  • Schärfegrad 8

Scotch Bonnet Orange: Diese Chilisorte steht der Habanero-Chili nahe, ist aber weniger scharf. Bekannt ist sie vor allem aufgrund ihres fruchtigem Aprikosenaroma. Ihre Form erinnert an eine klassische Schottenmütze, weshalb sie auch diesen Namen erhielt.

  • Schärfegrad 8

Bahamian: Unter den Bahamian-Sorten ist die Ghost Pepper die am weitesten verbreitetste. Sie färbt sich mit der Reife von gelblichem Grün bis zu einem Orange-Rot Ton. Ihre Früchte sind sehr dickfleischig und saftig. Das Aroma ist dezent.

  • Schärfegrad 10

Fatalii: Hot-Sauces werden vielfach mit der Fatalii-Chili hergestellt. Sie hat gelbe Schoten, die dickfleischig sind und trotz der enormen Schärfe, ein fruchtiges Aroma schmecken lässt.

  • Schärfegrad 10

Goronong: Zerknautschte, stark gewellte gelbe Früchte lassen eine Goronong-Chili leicht erkennen. Ein aromatisches Fruchtaroma harmoniert gut mit dem hohen

  • Schärfegrad von 10.

Limon: Mit einem fruchtig zitronigen Aroma zeigt sich die Limon-Chili. Sie ist besonders ertragreich und besitzt leuchtend gelbe Schoten, die sich wie Tropfen formen.

  • Schärfegrad 10

Habanero: Die ursprünglich aus Kuba und/oder Mexiko stammende Chilipflanze ist unterteilt in verschiedene Sorten, die in Deutschland sehr verbreitet und beliebt sind. Ihr

  • Schärfegrad liegt je nach Sorte, zwischen 10 und 10++

Habanero Chocolate: Weil ihre Fruchtfarbe stark an Schokolade erinnern, wird sie „Chocolate“ genannt, ist aber auch als Habanero Brown (Braun) bekannt. Der Geschmack ist intensiv vollmundig und aromatisch, weshalb diese Chili gern für Soßen, Salate und zum Würzen verwendet wird.

Habanero Chocolate

  • Schärfegrad 10

Habanero Mustard: Entgegen aller anderen Habanero-Chilisorten, handelt es sich bei der „Mustard“ um eine US-amerikanische Züchtung, die heute auch in Mitteleuropa angebaut wird. Sie trägt senffarbene Früchte, welche sich durch Dickfleischigkeit auszeichnen, aber trotzdem sehr saftig sind. Sie besitzen das typische fruchtige und leicht blumige Habanero-Aroma.

  • Schärfegrad 10

Habanero Orange: Diese Chilisorte ist die ursprüngliche Habanero, der die anderen Sorten folgten. Ihre orangefarbenen Schoten bestechen durch ein außerordentliches fruchtiges Aroma, das trotz des

  • Schärfegrads 10 durchkommt.

Habanero Peach: In Pfirsichfarbe zeigt sich Habanero Peach. Ebenso wie die „Orange“ besitzt sie ein sehr fruchtiges Aroma, ist aber minimal milder, wie der Scoville-Liste zu entnehmen ist. Dennoch ist sie in den

  • Schärfegrad 10 ein kategorisiert.

Habanero Caribbean Red: Diese Habanero-Sorte besitzt ein fruchtiges, aber auch leicht rauchiges Aroma. Ihre Früchte zeigen sich in einer Lampionform, die mit zunehmender Reife ein leuchtendes Rot erhalten. Mit einer Schärfe von bis zu 450.000 Scoville liegt sie leicht hinter der Habanero Orange.

  • Schärfegrad 10

Habanero Red Savina: Hierbei handelt es sich um die schärfste Ausführung der Habanero, die einen Scoville von über 500.000 besitzt und damit in den

  • Schärfegrad 10++ fällt.

Peru Scarlet Lantern: Feurig scharf zeigt sich diese Sorte. Die laternenförmigen Früchte reifen cremefarbig an und wechseln über violett bis orange und letztendlich rot, wenn sie ihre volle Reife mit einem fruchtigen Aroma erreicht haben.

  • Schärfegrad 10+

Dorset Naga: Leicht gefaltete, spitz zulaufende rote Schoten trägt die Dorset Naga. Sie zählt zu den schärfsten Chilisorten weltweit. Sie wächst sehr üppig und ist enorm ertragreich. Angebaut wird sie in der Regel, um Salsas und Saucen eine scharfe Note zu verleihen.

  • Schärfegrad 10++

Trinidad Douglah: In ihrer Schärfe steht die Trinidad Douglah der 7 Pod SR Strain sowie der Bhut Jolokia kaum etwas nach. Die Schoten weisen eine unregelmäßige Oberfläche auf und sind braun gefärbt. Das Aroma setzt sich trotz der Schärfe durch. Allerdings ist sie nicht sehr ertragreich.

  • Schärfegrad 10++

 7 Pod SR Strain: Die 7 Pod SR Strain zählt ebenfalls zu den schärfsten Chilisorten weltweit und übertrifft noch die Dorset Naga. Sie ist nur für Hartgesottene zum Verzehr geeignet. In Saucen reicht ein minimaler Tropfen, um einen feurigen Geschmack beizufügen. Trotz dessen ist immer noch ein fruchtiges Aroma zu schmecken.

  • Schärfegrad 10+++

Bhut Jolokia: Zurzeit gibt es keine schärfere Chili, als die Bhut Jolokia, welche bisher ungeschlagen den Weltrekord hält. Sie kann auch in Mitteleuropa angebaut werden.

  • Schärfegrad 10+++

TIPP: Die extrem scharfe Chilis sind mit absoluter Vorsicht zu genießen und gehören nicht in unerfahrene Hände. Vor allem sollten sie nicht für Kinder oder Haustiere erreichbar sein.

Chilisorten der Capsicum frutescens

Die Capsicum frutescens Sorten weisen nahezu doppelt so viel Capsaicin auf, als in den meisten Chilisorten der Capsicum annuum zu finden ist, wenngleich auch dort einige Exemplare den Schärfegrad 10 erreichen.

Capsicum frutescens

Capsaicin ist ein Alkaloid, das für die Schärfe verantwortlich ist. Folglich gehören die Sorten der Capsicum frutescens grundsätzlich der scharfen Kategorie an. Wer milde Sorten sucht, wird sie hier nicht finden. An die schärfsten Exemplare der Capsicum chinense kommt die „frutescens“ dann aber nicht heran.

Hanoi Red: Ihren Ursprung besitzt die Hanoi Red in Vietnam. Ihre Schoten entwickeln sich von grün oder gelb bis hin zu einem kräftigen Rotton. Je reifer sie ist, desto aromatischer wird ihr Geschmack.

  • Schärfegrad 5

Rawit: Die asiatische Rawit-Chili zeichnet sich vor allem durch hohe Ernteerträge aus. Ihre spitz zulaufenden roten Früchte besitzen eine starke, aber dennoch angenehme Schärfe, die insbesondere asiatischen Speisen den letzten Pfiff verleihen und deshalb bei Liebhabern dieser Küche sehr beliebt sind.

  • Schärfegrad 8

Tabasco: Die wohl bekannteste Chili stammt von der Tabasco-Pflanze, die einst in Mexiko und heute überwiegend in den USA zur Tabasco-Saucen Herstellung angebaut wird. In Mitteleuropa findet sie vermehrt Interesse unter den Selbstanbauern. Ihre Früchte sind konisch geformt und geben eine feurige Schärfe ab.

  • Schärfegrad 8

Chilisorten der Capsicum pubescens

Die Capsicum pubescens ist hierzulande noch eine Rarität, weil sie bisher noch nicht im kommerziellen Anbau angekommen und dementsprechend unbekannt ist. Allerdings interessieren sich vermehrt Hobbygärtner für diese Chiliart, deren Samen über Privat- oder Spezialanbieter erhältlich sind. In ihrer Schärfe pendeln sich die Chilisorten im oberen Bereich ein. Im Vergleich zu den anderen Chiliarten verholzen die Pflanzen schneller und wachsen meist baumartig.

Rocoto

Rocoto Canario: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine sehr wuchsfreudige Pflanze, die allerdings auch rasch verholzt. Unter allen Chilisorten wird sie am ältesten. Ein Alter von 15 Jahren ist keine Seltenheit. Die Kugelfrüchte zeigen sich im vollendeten Reifezustand in Gelb. Die Pflanze wächst im Freiland bis auf eine Höhe von 180 Zentimeter. Ihr Aroma ist fruchtig-süß mit einem Hauch an Säure.

  • Schärfegrad 8

Rocoto Manzano Aji Largo: Aus Ecuador stammt diese Chilisorte ursprünglich. Heute ist sie als Samen in jedem gut sortierten Fachhandel erhältlich. Die Schoten sind laternenförmig und spitz zulaufend. Sie zählt zu den Chilisorten, die mit einem dicken, saftigen Fruchtfleisch überzeugt. Geschmacklich weist sie ein intensives Aroma auf und die Pflanze versprüht einen angenehmen Duft.

  • Schärfegrad 9

Rocoto Manzano Orange: Ähnliche Eigenschaften, wie die Rocoto Manzano Aji Largo zeigt die Sorte „Manzano Orange“. Ihre Früchte sind orange, was sehr selten bei den Sorten der Capsicum pubescens ist. In ihrer Schärfe ist diese Chilisorte leicht milder, aber nicht zu unterschätzen.

  • Schärfegrad 8

Rocoto Peron Rojo: Mit leuchtend roten Schoten besticht diese Sorte. Aufgrund der birnenförmigen Früchte wird sie auch Birnenrocoto genannt. Ihr Aroma ist leicht süßlich. Sie wächst bis auf eine Höhe von 2.50 Meter heran und eignet sich weniger für den Anbau auf Balkonen beziehungsweise in Kübeln.

  • Schärfegrad 8

TIPP: Alle Chilisorten können problemlos getrocknet sowie in Öl und Essig eingelegt werden. Dies verlängert die Haltbarkeit, kann aber auch den Schärfegrad deutlich erhöhen.