Schweinehaltung

Artgerechte Schweinehaltung – worauf ist zu achten

Schweine sind vielseitige Fresser und Vieltrinker. Sie sind praktische und robuste Tiere, die hochwertiges Fleisch liefern. Schweine können ein verwildertes Stückchen Land kultivieren und sich bei artgerechter Schweinehaltung sogar größtenteils selbst ernähren.

Artgerechte Schweinehaltung für Selbstversorger
Artgerechte Schweinehaltung für Selbstversorger

Schweine sind Gruppentiere. In einer Gemeinschaft fühlen sie sich weitaus wohler als alleine. Lediglich trächtige Säue sondern sich vor der Geburt ab, kehren nach dem so genannten Abferkeln aber relativ schnell in den Verband zurück. Daher: besser nicht nur ein Schwein kaufen, sondern direkt mehrere Schweine anschaffen.

Was für Selbstversorger, die eventuell Schweine als Nutztiere auf ihrem Stück Land halten wollen, noch bedeutsam ist: Hausschweine können alt werden – und zwar bis zu zwölf Jahren. Schweine sind von Natur aus neugierig, sie wühlen in der Erde und suhlen sich gerne in Schlammlöchern. Sie können den ganzen Tag mit der Suche nach Nahrung zubringen – ein erwachsenes Tier kann bis zu 18 Kilogramm Futter am Tag aufnehmen. Zwischendurch mögen die Paarhufer ein deftiges Bad in einer matschigen Badestelle.

Was künftige Schweinehalter noch wissen sollten, damit sich ihre Tiere wohlfühlen können:
Generell benötigen Schweine ausreichend Bewegung und Beschäftigung. Bei der Freilandhaltung von Schweinen ist dies ohnehin gegeben – vorausgesetzt das Grundstück ist groß genug und lässt den Tieren auch entsprechend Raum für Erkundungstouren und für die Nahrungssuche. Ein Schwein benötigt zwischen 500 und 900 Quadratmeter an Weidefläche; Muttersäue mit Ferkeln ungefähr 700 bis 1.000 Quadratmeter.

Der Garten sollte über eine Weide mit vielfältigem Futterangebot verfügen, wobei die Weide bestenfalls in Parzellen einzuteilen ist, auf denen die Schweine abwechselnd wühlen können, um so den Boden vor Übernutzung zu schonen, die Tiere vor Krankheiten zu schützen und der so genannten Saumüdigkeit vorzubeugen.

Hausschweine fressen und trinken viel, für ausreichend frisches Wasser in den Schweinetränken sollte immer gesorgt sein. Um ihr Futter können sich die Schweine auf der Weide selbst kümmern, denn dort finden sie fast alles, was sie für eine ausgewogene Ernährung brauchen. In Schweinetrögen kann ihnen zusätzlich gequollenes Getreide mit Gemüse und auch manche Speiseabfälle gegeben werden.

Schweine besitzen keine Schweißdrüsen. Aus diesem Grund benötigen sie Badestellen, um sich anständig suhlen zu können. Neben Schlammlöchern sind noch Schattenbereiche im Garten wichtig, um für eine anständige Abkühlung zu sorgen. Auch das Abspritzen mit dem Gartenschlauch kann Schweinen Erleichterung vor Hitze verschaffen. Um sich Lehm samt Ungeziefer nach einem ausgiebigen Suhlebad abscheuern zu können, dürfen im Schweinegehege keinesfalls Scheuervorrichtungen fehlen.

Schutz vor Kälte und Regen sowie zum Abferkeln finden Schweine in Hütten oder im Schweinestall. Einen Schweinestall zu bauen ist ziemlich einfach, dieser kann beispielsweise aus Holz und Wellblech bestehen. Als Schutz vor gefährlichen Eindringlingen dient ein simpler und stabiler Maschendrahtzaun, der um das Schweinegehege gezogen wird.

Die Schweineunterkunft muss immer stabil, trocken, zugfrei, lichtdurchlässig und transportabel sein. Damit es nicht zur Überdüngung und Übernutzung des Bodens kommen kann, ist es wichtig, den Schweinestall nach einer gewissen Zeit auf eine andere Fläche im Garten zu verschieben. Zudem können Schweine durch diese Vorgehensweise auch vor Krankheiten, Parasiten und Keimen geschützt werden.

Somit spielt die Hygiene eine wichtige Rolle. Diese ist insbesondere im und um den Stall und den Schattenplätzen von Bedeutung. Die regelmäßige Reinigung der Liege- und Kotbereiche, der Futtertröge und Tränken sowie der Badestellen sind bei der Schweinehaltung Pflicht. Die Liegeplätze sind grundsätzlich von den Kotplätzen in der Schweinebleibe zu trennen. Ein Kotplatz im Außenbereich ist ideal. Darüber hinaus sollten alle festen Einrichtungen mindestens zweimal im Jahr mit dem Dampfstrahler gereinigt und anschließend mit Kalk desinfiziert werden.

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