Energie sparen im Garten

Energie sparen im Garten: Die 7 besten Tipps

In Deutschland existierten 2010 laut ARD-Recherchen rund 17 Millionen Gärten, mehr, als in jedem anderen europäischen Land. Inzwischen ist die Zahl um weitere 3 Millionen angewachsen: Im Jahr 2017 zählen wir schon 20 Millionen Gärten. Über 65 Prozent der Deutschen arbeitet gelegentlich oder regelmäßig im Garten und nutzt Geräte, die Energie verbrauchen. Da Deutsche Weltmeister in der Gartenarbeit sind, können wir gemeinsam viel dazu beitragen, dass der Energieverbrauch im Grünen sinkt.

Gartenpflege ist zeit- und energieaufwendig.
Gartenpflege ist zeit- und energieaufwendig.

Ressourcen schonen und angemessener Umgang mit Energie und Umwelt sollte im Freien einen erhöhten Stellenwert einnehmen. Schließlich befinden wir uns inmitten von Pflanzen und Tieren, die von unserem Handeln letztlich abhängig sind. Die Verbindung ist ganz einfach: Reduzieren wir den Energieverbrauch, schonen wir die Umwelt – und entlasten unseren Geldbeutel. Eine Win-Win-Situation, die sich finanziell bemerkbar macht. Dieser Beitrag liefert 7 Tipps, wie sich Energie und Geld im Garten sparen lässt.

Tipp 1: Energiefresser identifizieren

Um Energie zu sparen, muss den Gartenbesitzer zuerst einmal bewusstwerden, wo die Energiefresse eigentlich sitzen. Hier gibt es unter anderem diese Bereiche zu nennen:

• Gartenplanung
• Gartengeräte
• Beleuchtung
• Technik (Bewässerung, Terrasse, Grill)

Die Liste ist nicht vollständig, sondern stellt lediglich einen Ausschnitt dar.
Tipp 2: Situations- und standortgerechte Gartenplanung
Ein Garten ist am wenigsten pflegeintensiv (und damit am wenigsten energieaufwendig), wenn dieser situations- und standortgerecht geplant und angelegt wird. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein so genannter „Englischer Rasen“ aus energetischer Hinsicht wenig ratsam ist. Er erfordert ein hohes Maß an Energie, weil (industriell und energieintensiv hergestellte) Düngemittel nötig sind und außerdem regelmäßig Energie für Mähen und Vertikutieren für eine schlechte Klimabilanz sorgen.
Überträgt man diesen Gedanken auf Blumenrabatten und Strauchpflanzungen, sollte sich die Auswahl der Pflanzen auf robuste, heimische Gehölze, Stauden und Einjährige konzentrieren. Diese erfordern zum Beispiel weniger Pflege und benötigen im Vergleich zu empfindlichen Exoten weniger zusätzliche Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutzmittel. Zusätzlich sind sie in der Erzeugung weniger energieintensiv, da sie in der Regel in der Region oder zumindest in Deutschland produziert und nach vergleichsweise geringen Transportwegen im heimischen Garten ihren Platz finden

Tipp 2: Situations- und standortgerechte Gartenplanung

Ein Garten ist am wenigsten pflegeintensiv (und damit am wenigsten energieaufwendig), wenn dieser situations- und standortgerecht geplant und angelegt wird. Das bedeutet zum Beispiel, dass ein so genannter „Englischer Rasen“ aus energetischer Hinsicht wenig ratsam ist. Er erfordert ein hohes Maß an Energie, weil (industriell und energieintensiv hergestellte) Düngemittel nötig sind und außerdem regelmäßig Energie für Mähen und Vertikutieren für eine schlechte Klimabilanz sorgen.

Überträgt man diesen Gedanken auf Blumenrabatten und Strauchpflanzungen, sollte sich die Auswahl der Pflanzen auf robuste, heimische Gehölze, Stauden und Einjährige konzentrieren. Diese erfordern zum Beispiel weniger Pflege und benötigen im Vergleich zu empfindlichen Exoten weniger zusätzliche Bewässerung, Düngung und Pflanzenschutzmittel. Zusätzlich sind sie in der Erzeugung weniger energieintensiv, da sie in der Regel in der Region oder zumindest in Deutschland produziert und nach vergleichsweise geringen Transportwegen im heimischen Garten ihren Platz finden. Ein weiteres Plus: Viele von Ihnen können vom Hobbygärtner selbst vermehrt werden.

Tipp 3: Energieeffiziente Gartengeräte auswählen

Die pflegeaufwendiger ein Garten, desto leichter tendieren Gartenbesitzer dazu, elektrische Geräte zu einzusetzen. Sie vereinfachen den körperlichen Aufwand. Falls die Anschaffung neuer Geräte ansteht, sollten Verbraucher allerdings nicht alleine auf diesen Punkt achten, sondern die Augen nach energieeffizienten Alternativen offenhalten. Der Stromverbrauch sollte, genauso wie es bei Haushaltsgeräten heute schon an der Tagesordnung ist, ein wichtiges Kaufkriterium sein. Unabhängig von der Wahl neuer, energieeffizienter Gartengeräte lässt sich aktiv Strom sparen, indem Geräte wesentlich weniger eingesetzt werden, als bislang.

• Zweimal in der Woche Rasenmähen ist mitunter einmal zu viel, zumindest aus energetischer Sicht.
• Kleine Flächen können sich unkompliziert mit einem Spindelmäher im Handbetrieb kürzen lassen.
• Kanten, die sonst mit einem elektrischen Kantentrimmer geschnitten werden, lassen sich in vielen Fällen durch Körperkraft mit einem Spaten genauso sauber pflegen.
• Laub lässt sich im Herbst mit dem Rechen zusammenharken, statt energieintensive Laubbläser zu verwenden. Abgesehen davon schont die manuelle Arbeit die Umwelt dadurch, dass kleine Insekten, die im Laub leben, nicht mit aufgesaugt werden.

Wasser im Garten gehört für viele dazu. Die Nutzung energieeffizienter Technik für den Betrieb sollte ebenfalls Bestandteil der Planung sein.
Wasser im Garten gehört für viele dazu. Die Nutzung energieeffizienter Technik für den Betrieb sollte ebenfalls Bestandteil der Planung sein.

Tipp 4: Passenden Stromanbieter auswählen

Um den Geldbeutel in angemessener Weise zu entlasten empfiehlt es sich, den Stromanbieter auf den Prüfstand zu stellen. Bei Verivox finden Verbraucher eine Datenbank mit mehreren Hundert Tarifen unterschiedlicher Anbieter. Je nach Präferenz lassen sich hier zum Beispiel die günstigsten Anbieter finden oder Ökostromtarife filtern. Wer dazu beitragen will, dass seine entrichteten Stromkosten in erneuerbare Energien investiert werden, sollte einen Anbieter wählen, der den erforderlichen Maßgaben nachkommt. Das B“undesumweltamt”:https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/siegelkunde/gruener-strom-label hat hierzu Informationen zum „Grüner Strom Label“ zusammengestellt, das ein Garant für „echten“ Ökostrom ist.

Tipp 5: Beleuchtung überprüfen

Gärten mit vielen Lichtquellen sollten auf die Leuchtmittel hin überprüft werden. Zum einen sind Energiesparlampen bzw. LEDs im Garten empfehlenswert, zum anderen sollten sich Verbraucher bei jeder einzelnen Rampe fragen, ob sie an dieser Stelle tatsächlich nötig ist. Man kann sie eventuell komplett weggelassen oder bei Bedarf durch eine stromfreie Alternative ersetzen.

Beleuchtung ist an unübersichtlichen Ecken und an Stufen ratsam, doch die solarbetriebene Gartenleuchten sind generell wesentlich effizienter, als Licht, dass fest am Stromkreislauf hängt. Um eine ansprechende Stimmung im Garten zu erzeugen, können beim Grillabend Fackeln aufgestellt oder Teelichter im Garten verteilt werden. Das spart Energie und hat einen vergleichbaren Effekt.

Tipp 6: Rasenmäher und Rasenpflegeverhalten zur Disposition stellen

Der Rasen ist für viele besonders wichtig, denn ist der Rasen gemäht und die Grasnarbe dicht und saftig grün, dann wirkt der gesamte Garten direkt einladend und gepflegt. Doch die Rasenpflege ist aufwendig und erfordert viel Zeit und Energie. Aus diesem Blickwinkel betrachtet sollten Hobbygärtner grundlegend darüber nachdenken, in welcher Form sie ihren Rasen anlegen/verändern und langfristig pflegen wollen. Weniger genutzte Flächen sind zum Beispiel ideal für einen pflegeleichten Kräuterrasen oder eine Blumenwiese. Mähgut darf auf der Rasenfläche liegen bleiben. Es düngt und mulcht den Rasen und reduziert dadurch langfristig den Dünger- und Pflegebedarf.

Tipp 7: Die Technik insgesamt reduzieren

Wenn es um die Technik im Garten geht, kommt so einiges zusammen. Und mit den einzelnen Elementen drängen sich mit Blick auf den Energieverbrauch spezielle Fragen auf:

• Braucht es einen Heizstrahler auf der Terrasse? Alternative: Decken, Jacken, lange Hosen, Feuerkorb
• Ist ein Elektrogrill tatsächlich ein Muss? Alternative: Holzkohlegrill
• Wie oft wird der Außen-Kühlschrank tatsächlich gebraucht? Alternative: Kühltasche mit Kühl-Akkus
• Wann und wie oft wird gewässert? Praxishinweis: morgens und abends ausreichend wässern, tagsüber verdunstet zu viel des kostbaren Wassers.

Beim Wässern sollten Gartenbesitzer erst ganz zum Schluss auf Trinkwasser zurückgreifen, denn dieses hat einen energieaufwendigen Aufbereitungsprozess durchlaufen und verschlechtert die CO2-Bilanz. Die erste Quelle ist Regenwasser, das lässt sich leicht in einer Regentonne sammeln. Ist das Regenwasser verbraucht, ist Brunnenwasser eine Alternative – vorausgesetzt, der Zugriff ist möglich. Dadurch sparen Gartenfreunde nicht nur Energie, sondern entlasten die Haushaltskasse zusätzlich.

pixabay.com © cpogrund (CCO Public Domain)
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