Beet

Beet anlegen: Eine Frage des richtigen Standortes

Standort und Bodenqualität sind beim Anlegen der Beete bedeutsame Faktoren. Für eine ertragreiche Ernte spielt zudem die Anbauweise auf den Beeten eine entscheidende Rolle. Bevor es aber ans Säen und Pflanzen geht, ist die Beetplanung notwendig.

Kopfsalat im Gartenbeet
Kopfsalat im Gartenbeet

Der Standort der Beete ist ein ausschlaggebendes Kriterium für eine ertragreiche Ernte. Aus diesem Grund sind verschiedene Punkte bei der Standortfrage zu beachten: Erstens sollten die Beete relativ sonnig liegen. Bestenfalls bietet der Standort den Beeten bis mittags Sonne und dann nochmals in den Abendstunden. Denn durchschnittlich benötigen Pflanzen ungefähr sechs Sonnenstunden täglich. Zweitens sollten die Beete windgeschützt sein. Ist es zu windig, können die Jungpflanzen abknicken. Einen guten Windschutz können beispielsweise Hecken bieten. Nicht zu vergessen: Pflanzen benötigen Wasser. Daher sollten die Beete zum Dritten nah an einer Bewässerungsstelle liegen. Vor allem Saat- und Aufzuchtbeete. Zudem ist es praktisch, wenn der Komposthaufen dicht an der Beetanlage seinen Platz findet. Je kürzer die Transportwege ausfallen, desto bequemer ist es für den Gärtner.

Sobald der passende Standort für die Beete gefunden ist, geht es an die Bodenvorbereitung. Entweder steht das Rigolen, das tiefe Umgraben des Bodens an oder lediglich spatentiefes Umwenden der obersten Bodenschicht. Häufig reicht schon die einfache Belüftung des Bodens aus. Dafür wird die Spatengabel spatentief in die Erde gesetzt und hin und her bewegt. Letzten Endes entscheidet die jeweilige Bodenqualität der Nutzfläche, welche Technik der Bodenbearbeitung anzuwenden ist. Zum Schluss wird die gesamte Nutzfläche mit Kompost oder Mist bestreut.

Wege und Umrandungen

Ist der Boden kultiviert, können Beete angelegt werden. Dabei ist die Breite der einzelnen Beete wichtig. Eine Beetbreite von 1,30 Meter reicht aus, um es gut und bequem – selbst in der Beetmitte – bearbeiten zu können. Natürlich hängt es jeweils von der individuellen Größe des Gärtners ab, wie breit ein Beet bestenfalls sein sollte. Neben der Beetbreite ist ferner zu berücksichtigen, dass die Beete von allen Seiten erreichbar sind. Nur dann ist problemloses Arbeiten und Ernten möglich. Hilfreich sind Wege zwischen den einzelnen Beeten – ungefähr 30 Zentimeter breite Trampelpfade genügen meist. Ist der Boden jedoch eher nass, sind die Wege zwischen sowie um den Beeten beispielsweise mit Rindenmulch oder Schotter zu befestigen. Dort, wo die Schubkarre entlang muss, können die Wege auch etwas breiter ausfallen.
Nicht allein wegen der Optik, sondern vor allem als Schutzmaßnahme für Pflanzen, sind Umrandungen um die Beete zu setzen. Dafür bieten sich Steine oder einfache Holzbohlen als Beeteinfassungen an. Wer besonders viele Schnecken im Garten hat, der nutzt spezielle Schnecken-Zäune als Umrandung.

Mischkulturen und Fruchtfolgen

Generell wird für den Gemüseanbau im Selbstversorger Garten die Mischkultur mit Fruchtfolge empfohlen. Von einer Monokultur ist auf jeden Fall abzuraten, weil der ständige Anbau von der gleichen Gemüsesorte auf dem gleichen Beet dem Boden schadet. Ihm werden durch die einseitige Bepflanzung wichtige Nährstoffe entzogen und er laugt nach und nach aus.

Mischkultur bedeutet, dass in einem Beet nicht nur eine Gemüsesorte, sondern Reihe für Reihe unterschiedliche Gemüsesorten aus der gleichen Familie Platz finden. Der Vorteil: Sie können gemeinsam die Nährstoffe im Boden besser ausnutzen und sich teils sogar gegenseitig vor Schädlingen beschützen. Beispiele für gute Partnerschaften: Tomaten und Paprika oder Zwiebeln und Möhren. In speziellen Mischkultur-Tabellen ist verzeichnet, welche Pflanzen sich untereinander gut vertragen und welche weniger gut zueinander passen.

Bei der so genannten Fruchtfolge ist zu beachten, in welcher Reihenfolge die einzelnen Gemüsesorten auf dem Beet gepflanzt werden. Ebenso spielt der Fruchtwechsel in diesem Zusammenhang eine bedeutsame Rolle. Beliebt ist der Wechselanbau im Vier-Jahres-Rhythmus. Dafür hat sich das Anlegen von vier gleich großen Beeten bewährt. Bei dieser Anbaumethode wird beispielsweise das Beet im ersten Jahr mit Gründüngung und Kompost versorgt. Im zweiten Jahr kommen starkzehrende Pflanzen wie beispielsweise Kohl, Kartoffeln oder Rote Beete auf das Beet. Im dritten Jahr folgen mittelzehrende Pflanzen wie Erbsen, Bohnen oder Tomaten, im vierten Jahr die schwachzehrenden Pflanzen wie zum Beispiel Kräuter. Durch diese Fruchtfolge und dem Fruchtwechsel ist sichergestellt, dass Pflanzensorten aus der gleichen Familie keine zwei Jahre nacheinander auf der gleichen Beetfläche kultiviert werden. Insbesondere bei Kohlgewächsen und Nachtschattengewächsen ist darauf verstärkt zu achten. Dank dieser Anbaumethode im Vier-Jahres-Rhythmus werden dem Boden nicht einseitig Nährstoffe entzogen und Schädlinge sowie Krankheiten sind chancenlos. Natürlich ist dies nur eine Anbauvariante unter vielen.



Was Sie sonst noch für Ihren Nutzgarten wissen sollten:


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