Kükenaufzucht

Kükenaufzucht – mit oder ohne Glucke?

Aufzucht mit Glucke: Bei der Aufzucht mit einer Glucke hat der Halter kaum Arbeit. Die Glucke braucht lediglich einen eigenen Auslauf, sobald die Küken geschlüpft sind.

Sehr spannend, die Kükenaufzucht
Sehr spannend, die Kükenaufzucht

So können die Kleinen von den anderen Hühnern nicht gepickt werden. Eine einfache Einstreu aus Stroh reicht für die kleine Familie aus. Als Kükenfutter bietet sich Kükenmehl an, aber auch gekochte Eier vermischt mit aufgeweichtem Brot. Wasser bitte immer in einer flachen Schale reichen, ansonsten können die Küken beim Trinken hereinfallen. Für den Rest ist die Glucke zuständig.

Bei der Kükenaufzucht ohne Glucke: Die Küken brauchen vor allem Wärme. Eine Wärmelampe ist die Lösung. Unter der Lampe sollten es etwa 37 Grad Celsius sein. Ist die Lampe zu kühl, drängen sich die Küken in der Regel unter der Lampe und diese sollte tiefer gehängt werden. Können die Küken noch nicht allein trinken, so müssen sie mit dem Schnäbelchen vorsichtig in das Wasser gestupst werden.

Für eine Hühnerausstellung müssen die Tiere beringt sein. Die Beringung findet in der zweiten Lebenswoche der Küken statt. Ringe für Ausstellungen oder Ringe zur Unterscheidung der Geburtsjahre gibt es im Fachhandel.

Nach mehr als einem Monat ist erkennbar, ob aus den Küken Hühner oder Hähnchen werden. Die Geschlechter werden dann getrennt. Findet die Aufzucht mit Glucke statt, einfach warten bis sich die Glucke von den Küken trennt. Nur bei sehr wenigen Tieren lohnt die getrennte Aufzucht nicht. Als Futter für die Junghühner bietet sich Körnerfutter an. Wachstumsförderer sind im Sinne der artgerechten Haltung und Fütterung abzulehnen.

Ein Küken schlüpft aus einem Ei
Ein Küken schlüpft aus einem Ei

Brüten – Naturbrut oder Brutapparat

Professionelle Züchter nutzen den Brutapparat, dadurch können Küken nach Wunsch und Bedarf ausgebrütet werden. Wer Ausstellungen besuchen möchte, sollte nicht unbedingt auf die Naturbrut setzen. Eine Glucke ist meistens dann nicht vorhanden, wenn sie gebraucht wird. Für die Naturbrut sollte es draußen warm genug sein, damit die Glucke mit ihren Küken nicht immer im Stall bleiben muss.

Ist die Glucke brütig, erkennt man das an ihren Lauten. Und sie bleibt den ganzen Tag über auf dem Nest sitzen. Soll sie brüten dürfen, bekommt sie ein Nest eingerichtet. Das Nest sollte dick und warm sein, eventuell noch etwas abgedunkelt. Und bestenfalls von den anderen Hühnern getrennt sein – ein extra Gluckenstall ist ideal. Hat sich die Glucke eingelebt, kann ihr eine bestimmte Anzahl frischer Eier gegeben werden. Eier, die älter als vier Wochen sind, nicht mehr verwenden.

Müssen Eier zur Brut gesammelt werden, gehören sie in den Kühlschrank zum Lagern. Bei einer Temperatur von zehn Grad Celsius und auf der Spitze stehend. Geschickte Eier sollten zwei Tage lang ruhen, bevor die Glucke sie bekommt.

Nach sieben Tagen werden die Eier aussortiert, die sich noch nicht entwickelt haben. Diese Eier sind klar. Nach 20 beziehungsweise 21 Tagen durchstoßen die Küken die Eier mit Hilfe des so genannten Eizahns. Nach dem Schlüpfen der letzten Küken sollte die kleine Familie im Stall sowie im Auslauf noch von den anderen Hühnern getrennt leben.

Künstliche Bebrütung: Eier zweimal pro Tag wenden, ideal sind achtmal. Nicht entwickelte Eier aussortieren. Nach dem Schlüpfen die Küken kennzeichnen; etwa durch Anmalen des Flaums mit einem farbigen Stift. So ist später noch festzustellen, welche Küken von welcher Henne stammen.

Küken kaufen

Hühnerhalter in spe werden sich möglicherweise die Küken kaufen um zu beginnen. Bei erfahrenen Kleintierzüchtern und den Verbänden der Deutschen Geflügelwirtschaft kann man sich vorab informieren. Einige spezialisierte Züchter bieten Lieferung von Küken per Expresskurier für Tiertransporte an.

Buchtipps zur Kükenaufzucht:

Diese Themen könnten Sie auch interessieren:

Hühnerhaltung
Hühnerrassen
Nutzungsarten
Kükenaufzucht
Hühnerstall
Hühnerfutter
Hühnerauslauf
Hühnerei
Legemehl
Hühner Produkte

Tierhaltung
Bienenzucht
Entenhaltung
Gänsehaltung
Kaninchen Haltung
Schafhaltung
Schweinehaltung
Ziegenhaltung
Highland Cattle
Bücher zur Tierhaltung

Selbstversorger Buchtipps

Buchtipp Selbstversorger

Füllen Sie Ihren Vorratsschrank ganz einfach mit hausgemachten Marmeladen, Chutneys, Gelees, Pestos, Likören, Sirupen, Säften, aromatisierten Ölen und vielem mehr, was sich aus Obst und Gemüse, Kräutern und Gewürzen für den täglichen Genuss zaubern lässt. Unsere Buchtipps für Selbstversorger!

Der Garten im Herbst

Garten im Herbst

Der Garten im Herbst ist für viele Gartenbesitzer die Zeit des Aufräumens, Entsorgens und Saubermachens. Wir geben Tipps zum einlagern, kompostieren und mehr …

Brennholz selber machen

Brennholz

Heizen mit Holz besitzt wesentliche Vorzüge gegenüber den fossilen Energieträgern. Wir berichten ausführlich über das umfangreiche Thema Brennholz.

Tierhaltung

Neben dem eigenen Garten gehört die Tierhaltung zu den wichtigsten Bausteinen der Selbstversorgung. Wir informieren über Ziegenhaltung und Schafhaltung, die richtige Haltung von Hühnern, Enten, Gänsen und Schweinen. Es geht um die Bienenzucht, die Kaninchen Haltung und um Highland Cattles.

Nutzgarten anlegen

Schritt für Schritt zum eigenen Nutzgarten. Ist der Garten auf dem Papier geplant, geht es an die praktische Umsetzung: Boden kultivieren, Bewässerungsmöglichkeiten bedenken, Beete vorbereiten oder Kompost anlegen.

Einkochen

Einkochen

Unter den Bezeichnungen Einkochen bzw. Einmachen ist dasselbe zu verstehen. Auch Einwecken oder Eindünsten wird die Methode genannt, bei der Lebensmittel in Folge starker Erhitzung und unter Ausschluss von Luft konserviert werden. Wir geben Tipps zum Thema.

Saatgut

Saatgut

Saatgut ist im Fachhandel erhältlich. Oder man stellt es selber her. Wie das funktioniert und auf welche Besonderheiten Sie dabei achten sollen, verraten wir Ihnen auf den folgenden Seiten.