Bienenzucht und Bienenhaltung

Ein schlauer Kopf hat mal gesagt: Die Bienenzucht ist mehr als Gelderwerb, sie ist die Poesie der Landwirtschaft. Schön, nicht ?

Bienenzucht und Bienenhaltung

Wir möchten an dieser Stelle keine Anleitung zum richtigen Imkern geben, denn dafür gibt es ja genügend Bienenzucht-Fachliteratur. Wir möchten uns hier einmal das Bienenjahr für den Selbstversorger ansehen, und dabei die beiden Fragen beleuchten: ist Bienenzucht viel Arbeit? und lohnt sich Bienenhaltung für den Selbstversorger ?

Früher wurde das Wissen über Bienenzucht geheimgehalten, Bienen durften nur von ganz bestimmten Menschen betreut und gezüchtet werden. Heutzutage hat jeder das Recht Bienen zu halten soviel er will. War früher jedoch die Bienenhaltung ein notwendiger Zusatzerwerb, so wandelte sie sich heute mehr und mehr zu einem Hobby.

Anfänger sollten mit 3 - 5 Bienenvölkern beginnen, die man übrigens nur bei einem Imker und nicht in der Tierhaltung erwerben kann. Wer nur mit einem Bienenvolk imkert, und es geht etwas schief dabei, der steht dann man mit nichts da und muss wieder von vorne beginnen. Sehr frustrierend. Es ist wichtig, das man sich auch nicht zu viel zumutet. Gerade der Anfänger wird bei der Bienenzucht mit vielen Fragen konfrontiert. Da ist es besser erst einmal nur mit 3-5 Bienenvölkern zu starten. Es gilt folgende Grundregel: als Einstieg gelten 3-5 Völker, als Hobby kann man bis zu 30 Völker betrachten, bis ca 150 Bienenvöker spricht man von einem Nebenerwerb und ab 150 Bienenvölker von einem Haupterwerb.

Wieviel Arbeit macht aber nun die Bienenzucht für einen Selbstversorger?
Um das herauszufinden, schauen wir uns einmal die Haupttätigkeiten eines Imkers bei der Bienenhaltung an:
Alle Bienenvölker müssen natürlich das gesamte Jahr über betreut werden, besonders in der Hauptsaison von Mai bis Juli muss ein Imker bereit sein, auf Freizeit zu verzichten, denn in dieser Zeit erfordert eine erfolgreiche Imkerei viel Zuwendung. Bei der Bienenzucht geht es selbstverständlich auch um die Aufzucht von Königinnen (Die Nachzucht von Königinnen ist kein Geheimnis) und natürlich um die Honigernte. Es erwarten Sie bei der Bienenzucht aber auch Holzarbeiten (zum Beispiel kleinere Reparaturen an den Bienenkästen oder den Rahmen), die Wachsgewinnung und, wenn Sie als Selbstversorger den Honig auch verkaufen möchten, die umfangreichen Vermarktungsarbeiten. Sie sehen: Bienenzucht ist ein Hobby von dem man nicht umsonst sagt: Die Biene fesselt ihren Pfleger ans eigene Heim.

Für die Bienenzucht sind ausserdem zahlreiche Startinvestitionen nötig. Es fängt an bei den Magazinbeuten, die Rähmchen, das Bienenvolk und geht bis hin zum Stockmeisel, die Schleuder, der Smoker oder Imkerhut. Um Ihnen einen Überblick zu geben, hat die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eine sehr gute, erste Ausgabenübersicht zusammengestellt. Diese bieten wir Ihnen hier gerne zum Download an.


Wo liegt nun der Nutzen der Bienenzucht für den Selbstversorger?

Pro Bienenvolk kann man mit ca. 20 kg Honig rechnen. Wenn Sie also als Einsteiger die Bienenzucht mit 3 Bienenvölkern beginnen, erwarten Sie schätzungsweise 50-60 Kilo Honig, was dann in etwa 100 - 120 Honiggläser (500 Gramm Glas) ausmacht. Davon werden Sie nicht viel verkaufen sondern es wahrscheinlich selbst nutzen. Somit ist klar: um als Selbstversorger mit Honigverkauf ein wenig Geld verdienen zu können, benötigen Sie mindestens 10-20 Völker.


Hier haben wir nun noch jede Menge Informationsmaterial zur Bienenzucht und Bienenhaltung.

Wir wünschen viel Freude mit der eigenen Bienenzucht und Bienenhaltung.

Nachstehend noch ein paar Buchtipps für Sie;




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