Sommer

Sommer: Hacken und gießen sind das A und O

Im Sommer ist im Garten einiges zu tun. Wobei vorwiegend Tätigkeiten wie Wässern, Unkrautzupfen und Hacken auf der Tagesordnung stehen. Zur Belohnung winken reichlich gesundes Obst und Gemüse aus eigenem Anbau.

Tomaten brauchen im Sommer reichlich Wasser und den richtigen Dünger
Tomaten brauchen im Sommer reichlich Wasser und den richtigen Dünger

Sommertage sind lang. Die Liste der Gartentätigkeiten ebenfalls. Ganz oben auf der Liste steht das Hacken. Insbesondere nach kräftigen Regenschauern sollte die Hacke zum Einsatz kommen. Diese hilft nicht nur das Unkraut auf den Beeten zu entfernen, sondern auch die Wasserkanäle in der obersten Erdschicht zu zerstören. Auf diese Weise wird die Verdunstung gesenkt und die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten. Weiterhin sind Gemüsepflanzen, Beerensträucher und Rasenflächen immer ausreichend zu bewässern – gerade während Hitzeperioden. Teils sogar zweimal täglich, jeweils morgens und abends. Ansonsten müssen Nutzgärtner folgende Arbeiten verrichten:

Beete im Gemüsegarten
Die Pflanzen brauchen im Sommer nicht nur regelmäßig Wasser, sondern auch Dünger. Beim Gießen ist generell darauf zu achten, dass die Pflanzen nur im Wurzelbereich Wasser erhalten. Und Tomaten, Paprika, Gurken, Sellerie, Auberginen und Zucchini benötigen zum Wachsen und Gedeihen vor allem stickstoffhaltigen Dünger. Vertrocknetes und Verblühtes ist ebenso zu entfernen wie Unkraut zwischen den Gemüsepflanzen. Mit der Hacke ist ausgezeichnet gegen Unkraut vorzugehen. Wer viel hackt, der lockert darüber hinaus den Boden richtig gut auf. Hacken nach Regengüssen ist besonders lohnend. Auf diese Weise kann der Boden die Feuchte halten, worüber sich die Pflanzen im Sommer freuen. Zudem sind in den Sommermonaten Tomaten und Kürbispflanzen regelmäßig auszugeizen. Dabei werden die Geiztriebe, die zwischen Haupttrieb und Seitentrieb zwischen den Blattachseln wachsen, vorsichtig mit Daumen und Zeigefinger ausgebrochen. Weiterhin sind die noch blühenden Tomatenblüten im August einfach zu entfernen, da deren Früchte ohnehin nicht mehr reifen und der Pflanze unnötig Kraft rauben. Liegen ab August Flächen auf den Beeten brach, ist auf diesen bereits Gründünger zu säen. Tipp: Knollen- und Wurzelgemüse besser morgens und Blattgemüse am Abend ernten.

Aussaat und Setzlinge für den Gemüsegarten
Im Juni und Juli kann die Aussaat verschiedener Gemüsesorten ins Freiland. Dazu gehören unter anderem Brokkoli, Radieschen, Rettich, Frühlingszwiebeln, Porree, Sellerie, Spinat, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi, Kürbis, Karotten, Rote Beete, Blumenkohl, Gurken, Tomaten, Salat, Zucchini, Rosenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl, Chinakohl, Wurzelpetersilie, Knollenfenchel und Kohlrüben. Im August kommen dann Setzlinge in die Beete – beispielsweise von Spinat, Grünkohl, Lauch, Spitzkohl oder Wirsing. Die Zwiebeln für den Winter und der Knoblauch für das folgende Frühjahr sind nun ebenfalls in den Boden zu stecken.

Obstbäume und Beerensträucher
Neu gepflanzte Obstbäume brauchen im Frühsommer regelmäßig Wasser. Ebenso alle Beerensträucher – vor allem flachwurzelnde Arten wie Himbeeren oder Heidelbeeren. Ist beim Obstgehölz ein starker Fruchtansatz zu erkennen, sind die Bäume mit stickstoffhaltigem Dünger zu versorgen. Ab Juni ist ein Befall mit den Fruchtmaden des Apfelwicklers möglich, deshalb vorsorglich Karten mit der Schlupfwespe Trichogramma zwischen die Äste hängen.
Der Sommerschnitt unterschiedlicher Obsthölzer wird im August fällig. Die Wunden können im Sommer besser verheilen und die Wuchskraft wird durch das Abtrennen des überflüssigen Holzes in angehende Triebe umgeleitet. Vor allem der Wallnussbaum freut sich jetzt über einen Schnitt. Himbeeren, Brombeeren, Johannis- und Stachelbeeren mögen im Sommer eine Mulchdecke – so ist für ausreichend Feuchtigkeit gesorgt und die Beerensträucher sind darüber hinaus gegen Pilzerkrankungen geschützt. Sind Himbeerruten Ende Juli bereits völlig abgeerntet, sind diese bis zur Basis zu kürzen. Neue Himbeeren sind im August zu pflanzen. Sobald die Erdbeerernte vorbei ist, ist das Unkraut auf dem Beet zu entfernen, der Boden zu lockern und mit Kompost zu düngen. Vorab sind von den Mutterpflanzen die kräftigsten Ableger für das nächste Jahr zu entnehmen und in einem Vermehrungskasten zu setzen. Im Hochsommer erhalten diese Ableger in einem anderen Beet einen neuen Platz. Nach dem Pflanzen die jungen Pflänzchen mit Mulch abdecken.

Kräutergarten
Im Juli die Petersilie ins Beet säen. Stecklinge von Salbei, Oregano, Rosmarien oder Thymian kommen im Sommer ins Kräuterbeet. Unterschiedlichste Würz- und Heilkräuter sind nun reif zur Ernte. Diese erst trocknen und anschließend einfrieren. Oder in Essig oder Öl konservieren.

Rasenpflege
Im Sommer den Rasen ruhig etwas länger halten. Ist es zu heiß, braucht auch der Rasen Wasser. Nur nie mittags gießen, denn die Sonne könnte den Rasen verbrennen. Im Juni und Juli ist die Rasenfläche noch weiterhin zu düngen. Ab August ist das Mähen zu reduzieren. Wer seinen Rasen erneuern will, der sollte dies jetzt tun. Erst Rasensamen aussäen und danach düngen.

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