Müsli

Fast jeder hat es schon einmal gegessen, doch nur die Wenigsten wissen, was es mit dem Müsli tatsächlich auf sich hat. Schon ein Blick auf die Zutaten des Original-Müsli-Rezepts nach Bircher-Benner erklärt aber, warum das Müsli sich zum weltweiten Frühstücksklassiker entwickelt hat:

Müsli
Müsli

Das Bircher Müsli enthält viele wichtige Ballaststoffe, Vitamine und Spurenelemente. Diese sättigen, beeinflussen die Verdauung positiv und stärken das körpereigene Immunsystem. Dabei eignen sich Müsli gleichermaßen als Frühstück wie auch in kleinen Portionen als Zwischenmahlzeit für Diabetiker.

Insgesamt kombiniert Müsli verschiedene wichtige Faktoren in einer Mahlzeit: Obst, Nüsse, Getreide und Eiweiß schaffen eine flexible Vollwertkost. Die verschiedenen Grundbausteine können dabei stets durch andere ergänzt werden. Dadurch wird die Ernährung trotz ihrer Vollwertigkeit nie einseitig.

Müsli, was man wissen sollte:

Ein gutes Müsli zeichnet sich durch hochwertige Zutaten und ihre sinnvolle Kombination aus. Sämtliche Bestandteile des klassischen Bircher-Müslis sind für eine funktionierende Verdauung wichtig und versorgen den Körper – dank der Kohlenhydrate – schnell und ausreichend mit Energie. Durch das Hinzufügen von Milch erhält der Körper zusätzlich Kalzium und tierische Eiweiße, die essenziell wichtig für die Stärkung von Knochen, Nägeln und Zähnen sind.

Natürlich gilt dies vor allem für Müslis, die selbst zubereitet werden, beziehungsweise für solche, die sich am Originalrezept nach Bircher Benner orientieren. Fertigmüslis – also die üblichen modernen Frühstückszerealien und Cornflakes aus dem Supermarkt – enthalten zumeist zu viel Fett und Zucker und damit zuviele Kalorien, um tatsächlich gesund sein zu können.

Auch die beigemischten Vitamine und Mineralstoffe gaukeln zumeist nur eine gesunde Ernährung vor. Rezepte für selbstgemachte Müsli-Kreationen finden Sie auf unserer Seite Müsli-Rezepte. Hierbei können Sie sich auch von den verschiedenen Möglichkeiten, Müsli zu essen inspirieren, lassen.

In Spanien ist es beispielsweise ganz normal, dass man morgens über sein Müsli Kakao oder Milchkaffee gießt. In der Schweiz hingegen wird das Müsli in der Regel als leichte Mahlzeit zum Abendessen gegessen. Wer hier ein „Birchermüesli complet“ bestellt, erhält hier das Birchermus mit Butterbrot und – ebenfalls – Milchkaffee.

Müsli – warum so beliebt ?

Es gibt viele Gründe dafür, regelmäßig Müsli zu essen: Die Einen essen Müsli um abzunehmen, die Anderen jedoch um klüger zu werden oder gar männliche Nachkommen zu gebären! Biowissenschaftler der Universitäten Exeter und Oxford haben herausgefunden, dass Frauen, die morgens Müsli aßen, häufiger Jungen zur Welt brachten.

Die kalorien- und abwechslungsreiche Ernährung überzeugte den Körper davon, dass eine Zeit des Wohlstands angebrochen war. In der Folge waren 56 Prozent der Neugeborenen Jungen, für die der Körper der Mutter wesentlich mehr Energie aufbringen muss. Auch schlau machen soll das Müsli, sagen Wissenschaftler der Universität in Adelaide. Während gängige Diätkonzepte vor allem Wert auf eine kohlenhydratarme Ernährung legen, zeigten die Versuche aus dem Jahr 2007, dass Probanden, die sich mit Müsli kohlenhydratreich aber fettarm ernährten, zwar weniger Gewicht verloren als die Probanden, die sich kohlenhydratarm ernährten, dafür aber einige Pluspunkte bei der schnelleren Informationsverarbeitung gewinnen konnten.

Die Vorteile des Müslis liegen auf der Hand: Müsli versorgt den Körper mit allen wichtigen Nährstoffen und sorgt mit seinen energiebringenden Kohlenhydraten für einen kraftvollen Start in den Tag.

Wer so gesättigt seinen Tag beginnt, hält länger bis zum Mittagessen durch und kommt zwischendurch nicht in Versuchung zu naschen, denn das Müsli quillt im Magen auf und sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl. Die gesunden Zutaten haben darüber hinaus präventive Effekte: So reduziert der regelmäßige Verzehr von Müsli durch Antioxidantien die Gefahr, an Krebs zu erkranken.

Die Omega3-Fettsäuren der enthaltenen Nüsse schützen außerdem das Herz und beugen so Infarkten vor. Last but not least ist das Müsli auch ganz einfach richtig lecker und kann nach Belieben um frisches Obst, Pflanzensamen und Nüsse ergänzt werden. Damit ist das Müsli eine Top-Alternative zum herkömmlichen Frühstück!

Müsli … wussten Sie schon…?

Vor allem in den 1960er Jahren galt das Müsli als der Inbegriff des ökologisch-gesunden Lebensstils. So wurde der Begriff „Müsli“ häufig abschätzig verwendet, um alternativ lebende Menschen zu charakterisieren.

Bis heute haben sich die Begriffe „Müslis“, „Müslifresser“ oder „Körnerfresser“ erhalten, um Menschen mit alternativem Lebensstil zu bezeichnen. Auch im Englischen hat eine ähnliche Verwendung Verbreitung gefunden: So bezeichnet man hier den typischen Wohngürtel ökologie- und gesundheitsorientierter Mittelklassebürger mit Ernährungsbewusstsein üblicherweise als „muesli belt“.

In der Schweiz nannte man eine Einfamilienhaus-Siedlung des wohnreformierten Neuen Bauens in Winterthur auch „Birchermüesli-Quartier“. Was ursprünglich aus den oben genannten Gründen abschätzig gemeint war, wird heute jedoch durchaus positiv mit Wohnqualität assoziiert.

Nährwerte handelsübliches Früchtemüsli mit Milch:

Müsli Kalorien: ca. 220 kcal
Fett (gesamt): 6,6 g
gesättigte Fettsäuren: 3,8 g
Salz: 0,2 g
Zucker: 10,8 g

Damit erreicht das fertige Müsli im großen BILD am Sonntag-Frühstückstest (vom 02.10.2011) nur 6 von 10 möglichen Gesundheitspunkten. Vor allem wegen des hohen Zuckergehalts, empfiehlt es sich, das Müsli selbst mit frischen Früchten zuzubereiten. Anregungen hierfür finden Sie auf unserer Seite Müsli Rezepte.

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